Hollywood-Star Ryan O’Neal, bekannt aus dem legendären Romantikfilm "Love Story", ist in Los Angeles gestorben. Der zum Oscar-nominierte Schauspieler war 82 Jahre alt. O’Neal litt seit 2001 an chronischer Leukämie, 2012 wurde bei ihm Prostatakrebs diagnostiziert.
O’Neal sei am Freitag gestorben, teilte sein Sohn Patrick O’Neal auf Instagram mit. "Als Mensch war mein Vater so großzügig, wie es nur geht", schrieb Patrick, der aus O’Neals zweiter Ehe zur Schauspielerin Leigh Taylor-Young stammt. Sein Vater sei immer "die lustigste Person in jedem Raum" gewesen, schreibt der Sohn. "Er liebte es, Menschen zum Lachen zu bringen. (…) Er wollte wirklich, dass wir lachten. Und wir haben alle gelacht. Jedes Mal. Wir hatten Spaß. Spaß in der Sonne."
Nach seinem weltweiten Erfolg in "Love Story" mit Ali MacGraw spielte O’Neal neben Barbra Streisand 1972 in "What’s Up, Doc?" und 1979 in "The Main Event". Zwischendurch trat er im Film "Paper Moon" unter der Regie von Peter Bogdanovich auf und in Stanley Kubricks "Barry Lyndon". In den 1980er-Jahren geriet seine Karriere jedoch ins Stocken. Nach einigen Flops erhielt er keine Kinoangebote mehr aus Hollywood und spielte stattdessen in einer Reihe von Fernsehfilmen mit.
O’Neal hatte 1963 die Schauspielerin Joanna Moore geheiratet, das Paar hatte zwei Kinder. Die Ehe wurde 1967 geschieden. Noch im selben Jahr heiratete er die Schauspielerin Leigh Taylor-Young, Mutter seines dritten Kindes Patrick. 1973 wurde auch diese Ehe geschieden. 1979 begann er eine langjährige Beziehung mit der Schauspielerin Farrah Fawcett, die damals noch mit Schauspieler Lee Majors verheiratet war.
In einem Interview aus 2011 sagte Ryan O’Neal, dass er "eigentlich wütend" werde, wenn er sich wieder "Love Story" ansehe. Der Film erzählt die romantische, aber auch sehr traurige Geschichte eines jungen Collegepaares. Nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass die Frau – gespielt von Ali Mc Graw – unheilbar an Leukämie erkrankt ist. "Ich habe Farrah durch Krebs verloren, und ich frage mich nur, warum das für mich so gelaufen ist. Der Film war einfach so erfolgreich, und im wirklichen Leben war es genau das Gegenteil, eine Tragödie."