LR Hummer: "Wir schauen bei Problemen ehrlich hin"

Bild: Land OÖ

Oberösterreich ist bei der schriftlichen Zentralmatura im Bundesvergleich klar Klassenbester. In Mathe fielen nur 6,3 % der Maturanten durch, in Englisch 3,4 % und in Deutsch 2,4 %.

Oberösterreich ist bei der schriftlichen im Bundesvergleich klar "Klassenbester". In Mathe fielen nur 6,3 % der Maturanten durch, in Englisch 3,4 % und in Deutsch 2,4 %.

Im "Heute"-Interview erklärt Bildungslandesrätin , warum es das Wichtigste ist, bei Problemen in der Schule nicht wegzuschauen.

"Heute": Warum hat OÖ besser abgeschnitten als andere?

Doris Hummer: "Es gibt einige Schwerpunkte, die wir uns in OÖ gesetzt haben: etwa die standortbezogene Schulentwicklung, mehr Autonomie. Außerdem haben wir eine gute Schulpartnerschaft aus SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern und Politik. Und das Wichtigste: Wir schauen bei Problemen ehrlich hin. Wir haben gute Feedbacksysteme und damit bei der Qualitätssicherung einen anderen Level erreicht." 

"Heute": Schaut man sich jetzt intern an: Wer hat gut abgeschnitten, wer nicht, und gibt es dann Konsequenzen, z.B. Gespräche mit den betreffenden Lehrern?

Hummer: "Das ist selbstverständlich, das ist der nächste Schritt. Das erwarte ich mir von den Direktorinnen und Direktoren. Da geht es nicht um Schuldzuweisungen, sondern um eine Analyse. Und bei Problemen kann das auch am Unterricht liegen, muss es aber nicht." 

"Heute": Es gibt keine öffentlichen Vergleiche zwischen den Schulen. Ist das gut so?

Hummer: "Von Rankings halte ich nicht viel, von Transparenz schon. Die Gefahr bei Rankings ist, dass sie bloßstellen. Und die Schulpartner kennen die Ergebnisse ja intern."

"Heute": Wie sehen Sie die Zentralmatura generell?

Hummer: "Sie ist der richtige Weg, sie bringt Fairness, Transparenz. Niemand muss sich davor fürchten. Für die Durchführungsvorbereitung gibt es aber ein klares 'Mangelhaft'."

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