Wien

Ludwig kritisiert Bund: "Zeit verstreichen lassen"

Am Samstagabend übte Michael Ludwig Kritik an der Bundesregierung. Vor allem die Zeitkomponente und der Alleingang missfallen dem Bürgermeister Wiens.
Michael Rauhofer-Redl
14.11.2020, 20:25

Kritik an der Bundesregierung und deren Maßnahmen kamen am Samstagabend von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). Zwar hätten die Situation in den Spitälern und die Entwicklung des Infektionsgeschehens drastische Einschränkungen notwendig gemacht, gleichzeitig formulierte der SP-Grande auch seinen Unmut über die Kommunikation. Gegenüber der APA sagte Ludwig: "Die Bundesregierung hat in den letzten Wochen wertvolle Zeit verstreichen lassen und leider viel zu wenig vertrauensbildende Maßnahmen für die Bevölkerung gesetzt."

Auch, dass die Entscheidungen im Alleingang getroffen wurden, missfällt dem Stadtchef. Dies sei "entgegen den Ankündigungen eines nationalen Schulterschlusses" geschehen, so Ludwig. Für die späte bzw. fehlende Eindbindung der Bundesländer trage die Bundesregierung die "volle Verantwortung". In Wien werde man eng zusammenstehen und diese für viele belastende und fordernde Zeit gemeinsam bewältigen. 

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Inhaltlich kritisiert Ludwig, wie zuvor schon zahlreiche andere Experten, die Umstellung der Schulen auf Distance Learning. Auch die Ampelkommission habe hier eine andere Empfehlung ausgesprochen. Ludwig mahnte außerdem ein, dass man sich in der Wirtschaft auf die Versprechen der Bundesregierung bezüglich der versprochenen Ersatzzahlungen verlassen können müsse.

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