Österreich

Ludwig: Vereinbarung soll Wiens Wirtschaft stärken

Heute Redaktion
13.09.2021, 20:04

Das Übereinkommen wurde von Bürgermeister Ludwig und WKW-Präsident Ruck unterzeichnet. Ziel sind mehr Lehrstellen, weniger Hürden und mehr internationale Präsenz.

Die "Zukunftsvereinbarung für Wien" zwischen Stadt Wien und Wirtschaftskammer Wien soll die Zusammenarbeit weiter intensivieren und Wien in "wesentlichen Zukunftsbereichen" weiterbringen. Das Überkommen wurde heute, Montag, von Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und WKW-Präsident Walter Ruck im Wiener Rathaus unterzeichnet.

"Festes und dogmatisches Papier" soll die Zukunftsvereinbarung aber nicht sein. Vielmehr werde es laufend evaluiert und erweitert. Gemeinsam werde man regelmäßig über den Fortschritt des Abkommens berichten, betonten Ludwig und Ruck.

In dem Papier wurden folgende Ziele festgeschrieben: Abbau von Bürokratie in der Verwaltung; Ausbildung qualifizierter Fachkräfte; Ausbau der Infrastruktur sowie eine Internationalisierungs-Offensive. All dies sei nur im Rahmen der Sozialpartnerschaft zu meistern, betonte Stadtchef Ludwig.

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Intensive Zusammenarbeit zwischen Kammer und Stadt

Die Wirtschaftskammer Wien sei hier ein guter Bündnispartner, mit dem man an gemeinsamen Lösungen arbeiten könne. Präsident Ruck ergänzte, dass ein konstruktives Miteinander der Schlüsselfaktor für sozialen Frieden und Wohlstand in Wien seien. Mit der Zukunftsvereinbarung gehe Wien nun "einen neuen Weg der Zusammenarbeit".

Verfahrensvereinfachungen und Deregulierung

Durch einfachere Verfahren und weniger Bürokratie soll es künftig leichter, schneller und kostengünstiger sein, ein Unternehmen in Wien zu gründen. Außerdem soll es noch bessere Beratung für Gründer geben, auch auf Bezirksebene. Die Stadt wolle dies etwa durch den Ausbau der Behördensprechtage an den Magistratischen Bezirksämtern oder durch E-Government-Lösungen erreichen.

Um die Wirtschaft in Wien zu stärken, müsse man für Gewerbe und Industrie zu Platz schaffen, bekräftigte Ludwig. Das Bereitstellen von Produktionsflächen sei genauso wichtig, wie für genügend Wohnraum zu sorgen. Mit der Erstellung einer Immo-Plattform für Unternehmen, werde Wien Unternehmen die Grundstückssuche in Zukunft erleichtern.

Ludwig will 1.000 Lehrstellen mehr bis 2025

Auch das Thema Ausbildung nehme einen wesentlichen Platz in der Zukunftsvereinbarung ein, betonte Ludwig. Er kündigte an, die Anzahl der Lehrstellen bis zum Jahr 2025 um 1.000 Plätze aufstocken zu wollen. Die Ausbildung werde aber nicht nur quantitativ verbessert, sondern auch qualitativ. Bereits während der Schulzeit sollen Schüler im Rahmen eines Talente-Checks in eine für sie geeignete Berufsbahn gelenkt werden. Ein wesentliches Ziel sei es laut Ludwig auch, den Anteil gering qualifizierter Personen und damit den Fachkräftemangel zu reduzieren.

Wiener Wirtschaft soll internationaler werden

Die Stadt Wien als internationalen Wirtschaftsstandort zu positionieren, habe für Ludwig hohe Priorität. In den Bereichen Life Sciences, Informationstechnologie und Smart City sei Wien bereits Vorreiter. Auch beim Konferenztourismus zeige sich die Bedeutung Wiens auf dem internationalen Parkett. Konferenzen seien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt.

Mit einer neuen Mehrzweckhalle könne eine letzte Standort-Lücke für den Konferenztourismus geschlossen werden, meinte Ludwig. Ludwig bekräftige auch seine Forderung nach der Errichtung einer dritten Piste am Flughafen Wien-Schwechat, da ein Großteil der Kongressteilnehmer mit dem Flugzeug nach Wien kämen. (lok)