Lücke bei Sonderbetreuungszeit lässt Eltern verzweifeln

Absonderungsbescheid der Tochter und betroffener Vater Gerald F.
Absonderungsbescheid der Tochter und betroffener Vater Gerald F.privat, Getty Images/iStockphoto (Symbol)
Die Regelung tritt erst am 1.10. wieder in Kraft: "Meine Frau und ich wissen für zwei Arbeitswochen nicht, wie wir tun sollen", ärgert sich Gerald F.

„Meine Frau und ich wissen nun für zwei Arbeitswochen nicht, wie wir tun sollen und wie wir uns mit Urlaub über die Zeit retten“, ärgert sich Gerald F. (37) aus dem Bezirk Tulln.

Am Freitag war die Pädagogin einer Kleinkindbetreuungseinrichtung der Tochter (2) Corona-positiv getestet worden, ein Absonderungsbescheid von 13. bis 24. September wurde dem Paar zugestellt.

Hunderte Eltern betroffen

Laut der Arbeiterkammer Niederösterreich seien Hunderte Eltern in einer ähnlich verzwickten Situation - mehr dazu hier. Die Regelung der Sonderbetreuungszeit tritt nämlich erst wieder per 1. Oktober in Kraft (Anm.: drei weitere Wochen stehen zur Verfügung). Die AK fordert eine auch für den September und damit rückwirkend geltende Sonderbetreuungszeit.

Eltern müssen sich derzeit Urlaub nehmen oder Pflegeurlaub beantragen. Letzterer geht aber auch nur eine Woche. Die Quarantäne beläuft sich behördlich aber auf 14 Tage.

Die SPNÖ unterstützt die Forderung der Arbeiterkammer – ebenso Isabella Zins, Vorsitzende der AHS-Direktorin. Alleine in NÖ befanden sich gestern Corona-bedingt 80 Schulklassen im Distance Learning.

"Durchzuwurschteln"

Gerald F. und seine Frau sind beide Angestellte in Wien, wohnen im Bezirk Tulln. Für den 37-Jährigen heißt es jetzt, „sich durchzuwurschteln. Die Verordnung zur Sonderbetreuungszeit mit Beginn 1. Oktober festzulegen, ist gelinde gesagt ein schlechter Witz unserer Regierung.“

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