Welt

Lufthansa-Pilot sah durch Fenster Drohne

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:22

Eine Drohne ist einem Lufthansa-Airbus beim Landeanflug auf den Münchner Flughafen gefährlich nahe gekommen. Der Pilot bemerkte das nur zehn Meter entfernte Fluggerät in 1700 Metern Höhe. Der Vorfall hätte böse enden können.

Der Airbus A 321 mit 108 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord befand sich am Donnerstagabend im Anflug auf den Flughafen. In 1700 Metern Höhe, als sich der Flieger über Schwabhausen bei Dachau befand, sah der Pilot plötzlich durch das Cockpitfenster eine Drohne.

Das Fluggerät mit etwa 50 Zentimetern Durchmesser und vier Rotoren flog nur etwa zehn Metern neben der rechten Flügelspitze der Maschine, berichtete die Polizei. Der Vorfall blieb jedoch ohne Folge, die Maschine konnte sicher landen.

"Man stelle sich vor, die Drohne wäre ins Triebwerk geraten oder ins Cockpit eingeschlagen - da wären im schlimmsten Fall Menschenleben in Gefahr gewesen", sagte Cockpit-Sprecher Markus Wahl am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Er forderte eine Aufklärung von Drohen-Besitzern und technische Lösungen, die verhindern, dass Drohnen in Flughafennähe herumfliegen und höher als 50 Meter aufsteigen können.

Der Straftatbestand des gefährlichen Eingriffes in den Luftverkehr sei mit empfindlichen Freiheitsstrafen sanktioniert, erklärte die Polizei.
 

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