Lufthansa-Streik geht um Mitternacht zu Ende

Bild: FREDRIK VON ERICHSEN (DPA)

Der Ausstand der Lufthansa-Piloten geht zu Ende. Nach Angaben der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit soll der Streik um 23.59 Uhr enden. Zu Mittag will Lufthansa über Abläufe während des Streiks und die Vorbereitungen für eine Rückkehr zum Normalbetrieb informieren. In Österreich waren über 150 Flüge ausgefallen.

Möglichst schnell will die Fluggesellschaft den regulären Flugplan wieder aufnehmen, nur noch vereinzelt soll es Ausfälle geben. "Bei uns erwarten wir da keine Probleme", sagte ein Sprecher am größten deutschen Drehkreuz in Frankfurt. Auch am Flughafen in München blickt man relativ gelassen auf den Samstag. Es gebe nur wenige Annullierungen, sagte ein Sprecher.

Drei Tage lang ging bei der Lufthansa fast nichts mehr. Allein am Freitag fielen an deutschen Flughäfen hunderte Flüge aus. Insgesamt waren rund 3.800 Verbindungen mit 425.000 betroffenen Fluggästen während des dreitägigen Streiks abgesagt worden. Glück hatte indes David Alaba und seine Bayern. Kaum gestrandete Fluggäste

Mit rund 190 freiwilligen Piloten inklusive rund 100 Managern mit Pilotenschein hielt die Airline rund 10 Prozent des üblichen Angebots aufrecht. Gestrandete Fluggäste gab es nach Angaben der großen Drehkreuze in München und Frankfurt aber kaum, viele Passagiere hatten sich im Voraus informiert. Dafür sei es deutlich ruhiger gewesen.

Die Gewerkschaft hatte rund 5.400 Kapitäne und Co-Piloten von Lufthansa, Germanwings und Lufthansa Cargo aufgerufen, für den Erhalt ihrer Übergangspensionen und höhere Gehälter zu streiken. Informationen über Streikbrecher habe man nicht vorliegen, hieß es bei der Vereinigung Cockpit. Eine Annäherung der Parteien gab es in den letzten Tagen nicht.

Hoher wirtschaftlicher Schaden erwartet

Lufthansa-Chef Christoph Franz nannte den Ausstand im "Handelsblatt" "unverhältnismäßig". Der Konzern bezifferte den wirtschaftlichen Schaden durch den Streik auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Auch die Flughäfen München und Frankfurt gehen von Einbußen in Millionenhöhe aus.

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