"Team Stronach"-Klubobmann Robert Lugar stand Armin Wolf am Mittwoch in der ZIB2 Rede und Antwort. Er musste sich auch einige unangenehme Fragen zu Parteichef Frank Stronach gefallen lassen. Er verteidigte das oft forsche und ungeduldige Auftreten seines Chefs. Niederösterreich würde er im Gegensatz zu Stronach aber nicht als Diktatur bezeichnen.
"Team Stronach"-Klubobmann Robert Lugar stand Armin Wolf am Mittwoch in der ZIB2 Rede und Antwort. Er musste sich auch einige unangenehme Fragen zu Parteichef Frank Stronach gefallen lassen. Er verteidigte das oft forsche und ungeduldige Auftreten seines Chefs. Niederösterreich würde er im Gegensatz zu Stronach aber nicht als Diktatur bezeichnen.
Nach dem fragte Wolf Lugar, ob auch er etwas vorlesen wolle. "Habe ich nicht vor. Ich warte auf ihre erste Frage", entgegnete der BZÖ-Klubobmann. Um Stronach nicht zu brüskieren, verteidigte er Stronach Umgang mit der Presse. "Es war eine neue Art des Interviews, es war erfrischend", sagte Lugar. "Er benimmt sich auch nicht wie ein Politiker, er sagt was er denkt."
Auch auf Wolfs Einwurf, dass der Austrokanadier immer wieder wochenlang in Kanada ist, hatte Lugar eine Antwort. "Im Sechs-Wochen-Rhytmus ist er hier. Sechs Wochen in Kanada, sechs Wochen in Österreich." Ein Problem sei das nicht. "Frank Stronach hat viele Lebensmittelpunkte. Er hat ja auch 300 Firmen auf allen Kontinenten gegründet. Er hat vor Ort Menschen, die das umsetzen", so der Klubsobmann. Auf diese Weise werde auch das Team Stronach agieren.
Vorsichtige Verteidigung
Lugar verteidigte auch Stronachs Vergleich zwischen Niederösterreich und einer Diktatur, wenngleich er diesen abschwächte. "So würde ich das nicht bezeichnen. Aber die Strukturen gehören aufgebrochen." Ohne ÖVP-Parteibuch könne dort niemand in ein politisches Amt kommen.
Auch sich selbst musste Lugar verteidigen. Wolf wies daraufhin, dass Lugar schon für die FPÖ und als freier Mandatar politisch tätig war. "Weil ich endlich angekommen bin. Manche finden es früher, manche später", glaubt Lugar nun seine Heimat gefunden haben.
Lugar: Prokop freiwillig aus der Schusslinie gegangen
Lugar nahm auch zu Karin Prokop Stellung, die . Wie Lugar schon vor dem ORF-Auftritt sagte, sei auf sie Druck ausgeübt worden. Von einer "unfassbaren Brutalität der ÖVP" wollte er aber nicht sprechen. "Diese Worte sind etwas überzogen. Sie hat die Entscheidung für sich persönlich getroffen, weil ihre Familie im ÖVP-Umfeld ist." Prokop sei sehr negativ dargestellt worden, als Söldnerin und "Landesverräterin". "Wenn Sie freiwillig aus der Schusslinie gehen will, haben wir das zu akzeptieren", sagte Lugar.