Laut der Prognose errang Lukaschenko 79,9 Prozent der Stimmen. Seine wichtigste Rivalin Swetlana Tichanowskaja kam demnach auf 6,8 Prozent.
In der Hauptstadt Minsk ließ Lukaschenko am Wahltag die Armee anrücken, um seine Macht zu demonstrieren. Der 65-Jährige steht bereits seit mehr als einem Vierteljahrhundert an der Staatspitze Weißrusslands.
Bereits im Vorfeld der Wahl gab es zahlreiche Fälschungsvorwürfe. Als "fern jeder Realität" bezeichnete Tichanowskajas Sprecherin gegenüber der dpa das offizielle Ergebnis. Tichanowskaja werde keine Niíederlage anerkennen. "Es kann keine Anerkennung eines solchen Wahlergebnisses geben", so Anna Krasulina.
Eine unbestimmte Zahl der rund 6,8 Millionen Wahlberechtigten konnten bis 19 Uhr ihre Stimme nicht mehr abgeben. Wahlleiterin Lilija Jermoschina sagte am Abend, dass die Anzahl der Stimmzettel nicht ausreichte.