"Lurcher" - der mittelalterliche Nicht-Rassehund

Keine Rasse im herkömmlichen Sinn: Der Lurcher
Keine Rasse im herkömmlichen Sinn: Der LurcherGetty Images/iStockphoto
Der "Lurcher" ist keine anerkannte Hunderasse. Dennoch gibt es diese Kreuzung aus Windhunden und Collies bereits seit rund 600 Jahren.

Schlank und groß zeichnet diese "Nicht-Hunderasse" aus. Der "Lurcher" wurde bereits im Mittelalter bei der Hetzjagd eingesetzt und entsteht aus Kreuzungen von Windhund (meistens Greyhounds oder Whippets) mit Collie oder Terrier. Diese Hunde sind äusserst robust, können mühelos große Distanzen zurücklegen und erreichen große Geschwindigkeit. Vor allem für die Hasenjagd war dieser "Mischling" sehr beliebt.

Da der Lurcher vom FCI (Fédération Cynologique Internationale) nicht als Hunderasse anerkannt ist, gibt es ihn natürlich in allen möglichen Variationen. Einige Merkmale sind aber dennoch durch die Gene des Windhund immer vorhanden:

*lange Beine, breiter Brustkorb und schmale Taille

*er zählt zu den größeren Hunden und erreicht auch manchmal eine Schulterhöhe von 70 cm. 

*das Maximalgewicht sollte um die 30 Kilogramm liegen.

Bei Fellbeschaffenheit vom Stockhaar bis zum Langhaar, Fell- und Augenfarbe ist hier jedoch eine große Vielfalt geboten durch die diversen Einkreuzungen.

Sensibler Arbeitshund

Charakterlich sind "Lurcher" wie auch Windhunde sehr sensibel und gehen eine tiefe Bindung zu ihrem Besitzer ein. Er ist dennoch ein Jagdhund mit hohem Spieltrieb, der diszipliniert und aufmerksam "arbeiten" möchte. Die Erziehung sollte sanft erfolgen, da die anhänglichen Kameraden nur mit großem Vertrauen Erfolge erzielen können. Wenn man einen "Lurcher" als Familienhund halten möchte, sollte man den Jagdtrieb nicht unterschätzen und vom Freilauf in Wald und Wiese Abstand nehmen. Davon abgesehen ist er toll mit Kindern, eignet sich jedoch nicht als Wachhund für Haus und Hof.

Das Durchschnittsalter bei einem "Lurcher" liegt bei der normalen Obergrenze bei großen Hunden zwischen 12 und 15 Jahren. Der breite Brustkorb begünstigt diese Mischlinge allerdings für die gefürchtete Magendrehung und sie neigen manchmal zu Augenerkrankungen.

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