Luxus-Autos auf den Philippinen platt gemacht

In Manila sind Limousinen und Sportwagen im Wert von rund 1 Million Dollar zerstört worden. So will Präsident Duterte korrupte Beamte abschrecken.
Bulldozer und Bagger haben auf den Philippinen am Dienstag mehr als zwei Dutzend beschlagnahmte Luxus-Wagen zerstört, darunter von Marken wie Porsche, Jaguar, Chevrolet und Mercedes. Angeordnet wurde die beinahe als Show inszenierte Verschrottung von Präsident Rodrigo Duterte, der damit seinen Kampf gegen Korruption und Verbrechen demonstrieren will. Die Hinterziehung von Steuern zahle sich nicht aus, sagte Finanzminister Carlos Dominguez.

Duterte sah zu, wie Fahrzeuge im Hafen von Manila innerhalb weniger Minuten zu Schrotthaufen zerlegt wurden. "Gebt sie den Stahlkäufern", sagte Duterte, "Sie können sich solche Autos nicht leisten, aber Spielzeug daraus machen". Normalerweise werden beschlagnahmte Fahrzeuge zugunsten der Staatskasse versteigert.

Der Zoll erhebt Einfuhrsteuern und ist der staatliche Dienst, der am meisten Einnahmen generiert. Zugleich führt der Zoll sämtlichen unabhängigen Untersuchungen zufolge die Liste der korruptesten staatlichen Dienste an.

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Nicht nur Autos

Auch in den südphilippinischen Städten Davao und Cebu wurden Fahrzeuge mit einem Einzelwert bis zu 100.000 Euro zertrümmert. 2017 hatte das Zollamt Fahrzeuge im Wert von mehr als 2,4 Millionen Dollar beschlagnahmt.

Im selben Jahr ließ die Regierung bereits Zigaretten mit gefälschten Steuermarken vernichten, die 2 Millionen Euro wert waren.

(red)
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