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M13 wird ausgestopft und ins Museum gehängt

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:14

Der Braunbär M13 ist gestern, Dienstag, im Schweizer Kanton Graubünden abgeschossen worden. Das teilten die schweizerischen Behörden mit, die das Tier als Sicherheitsrisiko eingestuft hatten. Der Bär hatte im Herbst und nun auch nach dem Winterschlaf seine Nahrung immer wieder in Siedlungen gesucht, war Menschen am Tag gefolgt und hatte trotz wiederholter Vergrämungsaktionen überhaupt keine Scheu mehr gezeigt.

Der Braunbär M13 ist am Dienstag im Schweizer Kanton Graubünden abgeschossen worden. Das teilten die schweizerischen Behörden mit, die das Tier als Sicherheitsrisiko eingestuft hatten. Die Begegnung mit einem 14-jährigen Mädchen dürfte ihm zum Verhängnis geworden sein. Jetzt soll der Kadaver im Bündner Naturmuseum ausgestellt werden.



Der Bär hatte im Herbst und nun auch nach dem Winterschlaf seine Nahrung immer wieder in Siedlungen gesucht, war Menschen am Tag gefolgt und zeigte trotz wiederholter Vergrämungsaktionen überhaupt keine Scheu mehr. Damit wurde er zum Sicherheitsrisiko gemäss Konzept Bär Schweiz, welches für diesen Fall den Abschuss des Tieres vorsieht.



Begegnung mit Emina Todesurteil

Anfang April 2012 war M13 in Nauders am Reschenpass gesichtet worden, einige Wochen später hatte er in Pfund (Bezirk Landeck) Bienenstöcke geplündert und ein Bienenhaus zerstört. Der mit einem Peilsender ausgestattete M13 war zuvor in Südtirol unterwegs.



weil sie plötzlich M13 ins Auge sah. Zuvor hatten sich Zeugen gemeldet, die ebenfalls dem Bären begegnet waren.



"Bär fletschte Zähne"

Emina erzählte der Zeitung "Blick": "Ich wollte in ein Haus flüchten, aber die Tür war verschlossen. Da habe ich mich hinter einer Mauer versteckt. Ich zitterte und habe mich vor Angst übergeben. Mein Vater musste mich ins Spital bringen."
In einem Dorf verursachte M13 fast einen Verkehrsunfall. "Er kam uns auf der Straße entgegen. Hätte ich nicht sofort abgebremst, hätte ich ihn überfahren", schildert Tarcisio Cortesi (63) aus Poschiavo die brenzlige Situation. "Als der Bär vor unserem Auto stand, fletschte er die Zähne und brüllte." Diese Begegnung dürfte die Behörden zu dem Entschluss gebracht haben, den Bären abzuschießen.



M 13 war nie aggressiv gegenüber Menschen

Er war nie aggressiv gegenüber Personen, aber er zeigte auch gar keinen Respekt mehr, wie die Behördenvertreter bestätigten. Die Schäden: 1 verletzte Kuh, zwei Ziegen, 1 Esel, 30 Schafe, diverse Bienenstöcke und andere Einrichtungen wie Gebäude, dazu mehrere Begegnungen mit Menschen.



M13 kommt ins Museum

Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch Nachmittag sagten die Behördenvertreter, dass der Bär wie JJ3 ans Bündner Naturmuseum geht.



Bär als Leichenjäger

M13 war im vergangenen Jahr auch in Tirol unterwegs gewesen und hatte die Polizei im April indirekt zu einer Leiche geführt: .



Wegen Mordes müssen sich seit Dienstag dessen Witwe und ihr mutmaßlicher Geliebter in Ravensburg vor Gericht verantworten.



Auch JJ3 abgeschossen

M13 ist bereits der zweite aus Italien eingewanderte Braunbär, der von den Bündner Behörden erlegt werden musste, weil er zum Risiko für den Menschen geworden war. Das gleiche Schicksal ereilte Mitte April 2008 den ebenfalls aus Oberitalien eingwanderten Bären JJ3.



Nur noch KJ2G2 lebt

In Österreich waren im vergangenen Jahr nach Angaben der Umweltschutzorganisation WWF drei Braunbären unterwegs. Neben dem nun in der Schweiz abgeschossenen M13 streiften in Tirol und in der Steiermark die Tiere M12 und KJ2G2 umher. Zu Gesicht hat die vorsichtigen Tiere bisher kaum jemand bekommen, nur Bilder aus Fotofallen und die Auswertung von Spuren bezeugen, dass die drei wieder in Österreich unterwegs waren. Von ihnen ist nur noch KJ2G2 am Leben.



M12 hat laut WWF bereits im Juni 2012 sein Leben bei einem Zusammenstoß mit einem Auto auf der Schnellstraße zwischen Meran und Bozen in Südtirol gelassen. Das gleiche Schicksal erlitt sein Bruder M14 bereits im April. Dieses Tier gelangte nie nach Österreich. Nun wurde am Dienstag der dritte Bärenbruder M13 in Graubünden in der Schweiz abgeschossen. Das Trio machte sich ursprünglich vom italienischen Trentino auf Wanderschaft.



 

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