Apple hat mit dem MacBook Pro Touch endlich ein Notebook mit Touchscreen vorgestellt. Das Tandem-OLED-Display mit 120 Hz soll laut Apple das "weltbeste Display in einem Pro-Laptop" sein und schafft bis zu 2000 Nits Helligkeit.
Doch bei all der Begeisterung gibt es Kritik: Apple verzichtet auch bei den neuen MacBooks auf ein Mobilfunkmodem. Das ist umso erstaunlicher, als der Hersteller sein eigenes C2-Modem bereits in iPhones und iPads verbaut.
Wie Macwelt berichtet, haben alle neuen Macs zwar den N1-Chip für WLAN 7 und Bluetooth 6 bekommen. Das Mobilfunkmodem, das mobiles Internet ermöglichen würde, bleibt aber dem iPad vorbehalten.
Offenbar grenzt Apple das MacBook bewusst vom iPad ab. Das Notebook ist zwar perfekt fürs mobile Arbeiten, mit Tastatur und besserem Multitasking als das Tablet. Doch wer tatsächlich mobil arbeiten will, stößt an eine unsichtbare Grenze: Ohne Mobilfunk muss man von WLAN-Hotspot zu Hotspot wechseln.
Das neue MacBook Pro Touch bringt auch die vom iPhone bekannte Dynamic Island mit. Sie beherbergt die Suche, Statusinformationen und Siri AI. Bei der Entsperrung bleibt Apple beim Fingerabdrucksensor Touch ID - Face ID gibt es weiterhin nicht.
Das MacBook Pro Touch ist ein großer Schritt nach vorne - Touchscreen und OLED waren längst überfällig. Doch der fehlende Mobilfunk zeigt: Apple will nicht, dass das MacBook das iPad kannibalisiert. Für Nutzer, die wirklich mobil arbeiten wollen, bleibt das ein Ärgernis.