Touristen koten in Tempel – jahrelange Haft droht

In der weltbekannten Inka-Ruine Machu Picchu in Peru sind mehrere Touristen festgenommen worden, nachdem sie in einem historischen Tempel ihre Notdurft verrichtet hatten.
Parkwächter und Polizisten hatten die sechs Urlauber am Sonntag im Sperrgebiet des sogenannten Sonnentempels entdeckt und festgenommen. Der größte Teil der Anlage im Zentrum der Ruinenstadt Machu Picchu ist eigentlich Besuchern nicht zugänglich.

In den den früheren Inkas heiligen Räumlichkeiten wurde menschlicher Kot gefunden. Offenbar hatte dort jemand seine Notdurft verrichtet. Außerdem sollen die Touristen einen Stein aus dem Sonnentempel gebrochen und dadurch einen Riss im Boden verursacht haben.

Bei den Festgenommenen soll es sich laut "France24" um einen Franzosen, zwei Brasilianer, zwei Argentinier und einen Chilenen handeln.

CommentCreated with Sketch.2 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Gegen sie wird nun wegen mutmaßlicher Schändung des kulturellen Erbes ermittelt, wie die staatlichen Nachrichtenagentur "Andina" unter Berufung auf Angaben des Polizeichefs von Cusco, Wilbert Leyva, meldet. Es drohen bis zu vier Jahre Haft.

Polizei verjagt nackte Touristen

Erst im März 2018 hatten drei Urlauber aus Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden mit einer unsittlichen Aktion für Aufregung in Machu Picchu gesorgt. Die peruanische Polizei hatte die drei Männer dabei erwischt, wie sie nackt vor der Szenerie der historischen Inkastadt Fotos knipsten.

Medienberichten zufolge, wurden die Urlauber zwar nicht festgenommen, aber weggeschickt.

Zugang zu Machu Picchu extrem eingeschränkt

Die in der ganzen Welt berühmte Ruinenstadt wurde von den Inkas im 15. Jahrhundert in 2.430 Metern Höhe auf einem Bergrücken der Anden zwischen dem Huayna Picchu (dt. "Junger Gipfel") und Machu Picchu (dt. "Alter Gipfel") erbaut.

Aufgrund des Besucheransturms der letzten Jahre wurde der Zugang zu der 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe erhobenen Anlage massiv eingeschränkt. Nur noch 400 Touristen dürfen täglich zwischen 8 Uhr und 14 Uhr aus dem Tal zu Machu Picchu aufsteigen. Dabei ist Schwindelfreiheit unbedingte Voraussetzung, der enge und steile Weg führt stellenweise direkt an einem Abgrund entlang.

Hat man den Aufstieg geschafft, folgt die nächste Hürde. Seit 1. Juli 2017 dürfen sich Touristen in der Ruinenstadt nicht mehr frei bewegen. Zu jedem Ticket muss ein lokaler Guide gebucht werden, der maximal 16 Personen pro Gruppe betreut.



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