Welt

Macron: Asylentscheidung soll schon in Afrika fallen

Der französische Präsident will, dass bereits in Afrika entschieden wird, ob Anspruch auf Asyl in Europa besteht oder nicht.
Heute Redaktion
13.09.2021, 23:24

Das ist bei dem gemeinsamen Treffen beschlossen worden, an dem auch Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel, Italiens Regierungschef Paolo Gentiloni und der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy teilnahmen.

Mit den Entscheidungen in Transitländern wie Niger soll verhindert werden, dass sich Menschen auf den gefährlichen Weg durch Libyen und das Mittelmeer machten, sagte Macron.

Wer keinen positiven Bescheid erhält, der wird zurück in sein Herkunftsland geschickt. Der Sinn dahinter: Die Menschen sollen sich nicht unnötig in Gefahr begeben, um dann in Europa zu erfahren, dass sie gar keinen Anspruch auf Asyl haben.

Merkel stimmt Vorschlag zu

Merkel ist grundsätzlich für den Vorschlag, betont aber, dass das Flüchtlingshochkommissariat unterscheiden muss, zwischen Personen die zum Beispiel aus wirtschaftlichen Gründen nach Libyen gehen, um von dort weiter nach Europa zu reisen.

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Merkel betonte bei dem Mini-Asylgipfel auch, dass die Zahlen der Flüchtlinge, die nach Italien kommen, stetig zurückgeht. Im Juni machten sich noch 23.500 Menschen auf den Weg über das Mittelmeer, im Juli waren es nur noch 11.500.

Auch in Rom gab es Gespräche

Parallel zu dem Gipfel in Paris fand auch ein Treffen in Rom statt: Dort berieten sich Vertreter von Niger, Tschad, Mali und Libyen über die Flüchtlingskrise.

Dabei kam man zu dem Beschluss, dass die bereits bestehenden Aufnahmezentren in Afrika an internationale humanitäre Standards angepasst werden sollen. Die EU soll dabei helfen, dass Flüchtlinge, die bereits in Europa ankamen, nach Afrika zurückgeführt werden. (slo)