Macrons Baum vor Weißem Haus verschwunden

Als großen symbolischen Akt pflanzten die Präsidenten Trump und Macron einen Baum im Garten des Weißen Hauses. Der ist nach wenigen Tagen verschwunden.

Bei seinem Staatsbesuch in den USA vergangene Woche brachte Emmanuel Macron nicht nur seine Frau und eine gehörige Portion französischen Charme mit, sondern – als Zeichen der Verbundenheit – auch einen Eichensetzling aus der Gegend von Belleau. Dort hatten im Ersten Weltkrieg US-Soldaten an der Seite Frankreichs gekämpft.

Trump und Macron zeigten sich der Presse im Schmusekurs: Händchen halten, Umarmen und Bussis in Hülle und Fülle. Und natürlich auch das gemeinsame Garteln, mit moralischer Unterstützung durch die Präsidenten-Gattinnen.

Doch nachdem Macron bei seiner Rede vor dem US-Kongress Trumps Politik eine deutliche Abfuhr erteilte, dürfte die Flitterwochen-Stimmung zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem französischen Amtskollegen merklich abgekühlt sein.

Vier Tage nach dem pompösen Staatsakt der Baumpflanzung ist dieser schon wieder aus dem Rasen vor dem Weißen Haus verschwunden. An der Stelle, an der er stand, ist nun ein Stück gelblich verfärbter Rasen zu sehen, wie ein Reuters-Fotograf festhielt.

Offiziell gibt es zum Verschwinden des Setzlinges keine Angaben; laut der französischen "Huffington Post", die der Sache nachgegangen ist, sei der Grund jedoch ein ganz banaler: Die US-Zollbehörde belegt importierte Pflanzen mit einer temporären Quarantäne, um zu verhindern, dass sich Krankheiten, Parasiten und Insekten auf amerikanischem Boden verbreiten. (red)

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