Mädchen pflanzt tödliches Kraut in Schulgarten

Eigentlich sollte ein Kräutergarten vor dem St.-Johann-Schulhaus angelegt werden. Einer Schülerin gab die Gärtnerei aber den hochgiftigen Blauen Eisenhut, den sie auch anpflanzte.

Das Mädchen hatte keine Ahnung, was sie da in die Erde setzte. Laut "Basler Zeitung" händigte die Gärtnerei der Drittklässlerin das als Eisenhut beschriftete Gewächs aus, ohne ein Wort über dessen Giftigkeit zu verlieren.

So landete der Blaue Eisenhut im Kräutergarten der Grundschule St. Johann neben Salbei, Thymian und Basilikum. Unter den essbaren Kräutern wucherte eines der giftigsten Gewächse Europas. Es enthält unter anderem das Gift Akonitin, das ab einer Dosis von fünf Milligramm bei Erwachsenen einen Herzstillstand herbeiführen kann. Laut Forschern soll sich Kleopatra mit dem Gift das Leben genommen haben.

"Kraut sofort entfernt"

Die Mutter der Schülerin habe die Giftpflanze erkannt, als sie ihr gezeigt wurde und sie informierte auch die Schule. "Das Kraut wurde noch am gleichen Tag entfernt", so erklärt ein Sprecher der Schule.

Laut diesem habe man den Kindern in der Gärtnerei Pflanzen auf zwei Tischen zur Verfügung gestellt. Das Mädchen habe sich den Eisenhut aber unbemerkt von einem dritten Tisch geschnappt.

Mutter bemängelt die Reaktion der Schule

Gegenüber der "Basler Zeitung" kritisiert die Mutter, dass man ihr Anliegen in der Schule nicht ernst genommen habe. "Hätte ich mich von den Lehrern abwimmeln lassen, dann würde der Eisenhut noch heute im Kräutergarten wachsen", wird sie in der Zeitung zitiert. Die Schule erachtet diese Darstellung als eine Übertreibung, erklärte der Sprecher "20 Minuten".

Die Schule entschuldigte sich dennoch bei der Frau: "Falls zu irgendeinem Zeitpunkt der Mutter das Gefühl vermittelt wurde, dass ihr Anliegen nicht ernst genommen wurde, dann entschuldigen wir uns dafür." (las/20 Minuten)

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