Mädchen schlagen Bub, weil er Freundin verließ

Die gewalttätige Szene wird derzeit auf Social Media verbreitet.  Video: 20Min/Leserreporter
Die gewalttätige Szene wird derzeit auf Social Media verbreitet. Video: 20Min/Leserreporter
Zwei Mädchen aus der Region Basel (Schweiz) demütigen einen Buben in einem Hauseingang und lassen sich dabei filmen. Jetzt wird die Staatsanwaltschaft aktiv.
Derzeit kursiert in den sozialen Netzwerken ein Video, in dem ein Jugendlicher von einer Gruppe Mädchen bedrängt und geschlagen wird. Ein Bub filmt die ganze Szene. Im Video sieht man, wie eines der Mädchen schnell handgreiflich wird, den Buben vor den Briefkasten stößt und schreit: "Lach nicht so gruselig." Wenig später legt das Mädchen mit der roten Jacke nach: "So geht man nicht mit Frauen um."

Die Teenager stammen dem Dialekt nach aus der Region Basel. Wann und wo genau das Video aufgenommen wurde, ist nicht bekannt. Mehrere Leser haben es der Schweizer Zeitung "20 Minuten" zugespielt. "Es wurde in einem Gruppenchat geteilt", sagt ein Leser. "Es kursiert auch auf Instagram und Snapchat", sagt ein anderer.

Beziehung beendet

Auslöser für die Attacke soll laut dem Video eine in die Brüche gegangene Beziehung zwischen dem Jugendlichen und einer Kollegin der Mädchen sein. Die Gruppe will sie laut eigenen Aussagen verteidigen. Der Bub bemerkt die Kamera und bittet mehrmals, mit dem Filmen aufzuhören, doch der Filmer hält weiter drauf.

CommentCreated with Sketch.7 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Das Mädchen in der roten Jacke lässt nicht locker, packt den Jugendlichen immer fester am Hoodie und stößt ihn wieder und wieder vor den Briefkasten. Im Verlauf der Auseinandersetzung kassiert der Junge von dem Mädchen mehrere Ohrfeigen und zwei Faustschläge ins Gesicht. Eine Erklärung des Jungen, dass er die Kollegin nicht verarscht, sondern nur keine Gefühl mehr für sie gehabt habe, lässt die Gruppe nicht gelten. Stattdessen wird der Jugendliche mit dem Tod bedroht.

Jugendanwaltschaft will ermitteln

"Die auf den Aufnahmen ersichtlichen Geschehnisse sind strafrechtlich durchaus relevant, da es sich zumindest teilweise um Offizialdelikte handelt", sagt die Baselbieter Jugendanwältin Chantal Stadelmann nach Begutachtung des Videos. Die Behörde hatte bislang keine Kenntnis davon. Es ist auch nicht klar, ob es in ihre Zuständigkeit fällt. "Wir werden jedenfalls Recherchen und gegebenenfalls Ermittlungen einleiten", sagt sie weiter. Die basel-städtische Jugendanwaltschaft hat sich zum Sachverhalt noch nicht geäußert.

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