"Maddie-Verdächtiger" schlug minderjährige Freundin

Der Tatverdächtige Christian B. (43) im Fall Maddie
Der Tatverdächtige Christian B. (43) im Fall MaddieBILD
Christian B. (43) ist im Visier der Polizei. Der Deutsche wird verdächtigt, Maddie im Jahr 2007 entführt und getötet zu haben. 

Im Gefängnis sitzt B. ohnehin schon. Laut der "Braunschweiger Zeitung" soll er im Dezember 2019 verurteilt worden sein, weil er eine 72-Jährige vergewaltigt hat. Die Tat beging er offenbar im September 2005 an der Algave. Im genau demselbern Ort, in dem anderthalb Jahre später "Maddie" verschwand. Der 43-Jährige war auch zu dem Zeitpunkt in Portugal.

Bevor er ins Gefängnis wanderte, lebte B. aber in Braunschweig. "Bild" interviewte seinen Nachbarn, der keine guten Worte über den mutmaßlichen Mörder verlor. So erinnerte er sich, dass er mit Frauen "sehr schlimm" umgegangen sein soll. Mehr noch: Der 43-Jährige soll eine minderjährige Freundin aus dem Kosovo gehabt und diese immer wieder geschlagen haben. "Einmal hatte sie sogar Würgemale am Hals", so der Nachbar. Auch generell sei B. ein aggressiver Zeitgenosse gewesen.

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Die Entführung traut der Nachbar dem Mann zu. Mit Kindern gesehen habe er ihn zwar nie, aber: "Da wo er jetzt ist, gehört er auch hin", meint er im Interview.

Dreizehn Jahre nach dem Verbrechen gehen die Behörden davon aus, dass Maddie ermordert wurde. Das erklärte der Sprecher der Behörde, Hans Christian Wolters, am Donnerstag vor Journalisten in Braunschweig. Die Ermittler schließen zudem nicht aus, dass B. Komplizen gehabt haben könnte.

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MordPortugal

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