Gelungene Komödie über chinesischen Franzosen

"Made in China" erzählt von dem chinesischen Franzosen François, der seiner schwangeren Freundin zuliebe mit seinem Vater Kontakt aufnimmt.
Gute Nachrichten für François und Sophie: Die beiden werden zum ersten Mal Eltern. Nur eine Sache stimmt die junge Anwältin traurig: François hat sein zehn Jahren keinen Kontakt mehr zu seiner Familie aus China, die ebenfalls in Frankreich lebt.

Bis zur Geburt gibt sie ihm Zeit dies zu ändern: Denn Sophie will auf keinen Fall, dass ihr Kind nicht weiß, woher es eigentlich herkommt. Also macht sich der junge Fotograf mit seinem tollpatschigen Freund Bruno auf den Weg nach Chinatown in Paris.

Von Tanten, Onkeln, Nichten und Neffen wird François mit Überschwang begrüßt. Nur sein Vater und sein kleiner Bruder, den er kaum kennt, zeigen kein Interesse am verlorenen Sohn. Der familiäre Neubeginn wird schwieriger als gedacht.

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Witzig, aber auch ernst: Die perfekte Komödie

Wenn die Eltern aus einem anderen Land kommen, als man selbst, hat man oft mit Vorurteilen zu kämpfen. So geht es auch François. Ständig muss er sich Witze über Chinesen anhören, obwohl er selbst in Frankreich aufgewachsen ist. Diese Szenen sind oft zum Schießen, gleichzeitig regen sie einen aber auch zum Nachdenken an: Und genau das macht "Made in China" zu etwas Besonderem.

So sehen wir gleich am Anfang eine Szene, in der François an der Tür von Sophias Freundin, zu deren Party er eingeladen wurde, anläutet. Als sie ihm aufmacht, knallt sie ihm sofort die Tür vor der Nase zu – mit den Worten: "Wir haben nichts bestellt".

Klischéedenkende Franzosen

Sehr wohl geht der Regisseur Julien Abraham in "Made in China" auch auf die kulturellen Unterschiede zwischen Franzosen und Chinesen ein, doch hier wird bewusst auf komische Szenen verzichtet. Es sind viel mehr die Franzosen, die mit ihrem Klischéedenken für Lacher sorgen.

Gegen Ende des Filmes wird es leider etwas langweilig, doch insgesamt ist "Made in China" dennoch eine gelungene Komödie.

"Made in China" startet am 6.9.2019 in den österreichischen Kinos.

via GIPHY (lm)

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