Maden fraßen rechtes Bein von Wanderer fast auf

Ein Pärchen aus Tawain geriet in den Bergen von Nepal in eine Notsituation und wartete knapp sieben Wochen auf Hilfe. Der Mann überlebte, die Frau nicht.

Am Mittwoch konnten Rettungskräfte den 21-Jährigen Touristen Liang Sheng Yueh am Fuß eines Felsabhangs aufspüren. Für seine Freundin Liu Chen Chun kam aber jede Hilfe zu spät. Sie verstarb drei Tage zuvor.

"Sie saßen 47 Tage lang fest, als wir sie erreichten", erklärte Madhav Basnyat vom Rettungsteam gegenüber "AFP" in Kathmandu. In dieser Zeit verlor der 21-Jährige 30 Kilogramm, sein rechtes Bein war bereits von Maden befallen.

Weg abgeschnitten

Nach Darstellung der Retter hatte sich das Pärchen beim Wandern verirrt und waren dann einen steilen Felsabhang hinuntergeklettert, weil sie so ein Dorf im Tal zu erreichen hofften.

Der Weg wurde ihnen aber durch eine Schlucht mit einem Wasserfall abgeschnitten. Ein Umkehren war unmöglich, da sie es nicht schafften, den steile Felsabhang wieder hinaufzuklettern. Mehr als einen Monat saßen sie dann dort fest.

"Es hat uns überrascht, ihn überhaupt noch lebend gefunden zu haben", so Basnyat. Anfangs ernährten sich die Wanderer noch von Nudeln und Kartoffeln. Als sie ihre Vorräte zur Gänze aufgebraucht hatten, konnten sie nur noch Wasser trinken.



(wil)

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