Made-Urlaub statt Bade-Urlaub: Ihr Sohn hatte sich auf eine Woche Planschen im Pool gefreut, doch der war im letzten August leer und schmutzig. Noch schlimmer war das Zimmer ihres Vier-Stern-Hotels auf der griechischen Insel Zakynthos: Das Bad schimmelte an mehreren Stellen.
Täglich fanden Werner und Gerti H. (Namen geändert) darin Maden vor, die sogar bis zur Toilette krochen. Die Wanne war zersplittert, beim Duschen verletzte sich die Familie die Füße. Die Steirer wollten erst das Zimmer wechseln, was sie nicht durften, auch eine frühere Heimreise wurde ihnen nicht ermöglicht. Denn der große Veranstalter, bei dem sie die Pauschal-Woche um knapp 3.000 Euro gebucht hatten, ließ sie hängen.
Nun klagt das Paar auf 1.500 Euro, das ist die Hälfte der Reisekosten. "So geht man mit Reisenden nicht um", sagt ihr Anwalt Mag. Thomas Fraiß zu "Heute". Der Veranstalter bestreitet die unhygienischen Zustände, die jedoch dokumentiert sind: "Die Leistungen der beklagten Partei erfolgten vertragskonform und mängelfrei und hat die klagende Partei sich während ihres Aufenthaltes weder beim Hotel beschwert, noch, und genau dies wäre rechtlich relevant, die nunmehr eingeklagten Mängel bei der beklagten Partei gemeldet", entgegnen sie dem Vertreter der Familie.
"Die Fotos zeigen den katastrophalen Zustand. Im Nachhinein zu behaupten, die Vorwürfe meiner Mandanten stimmen nicht, ist eine dreiste Unterstellung", so Fraiß weiter. Zudem liegen "Heute" Mails vor, die zeigen, dass Werner und Gerti H. Kontakt mit dem Veranstalter hatten. Nächste Woche startet der Prozess.