Szene

Madonna auf Museumstour im Leopold

Heute Redaktion
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Nach getaner (Konzert-)Arbeit am Sonntagabend legte Madonna am Montag in Wien den Schongang ein und wurde zur Kulturtouristin. Sie besichtigte im Leopold-Museum sowohl die Schiele-Sammlung als auch die Ausstellung "Klimt persönlich".

Tja, Pop-Star-Sein ist halt nicht so leicht. Da kommt man mal "nur" eine Stunde zu spät zum Konzert und die Fans machen gleich Rambazamba. Wobei, so wie es scheint, war die Verspätung keine Diva-Allüre, sondern hatte gesundheitliche Gründe.

Madonna soll nicht ganz fit sein. Zumindest zum Sightseeing reicht die Kraft noch, denn Montag am späten Nachmittag um 17.20 Uhr verließ die Pop-Queen samt Töchterl Lourdes und Lover Brahim Zaibat das Luxus-Hotel Imperial, um sich Schiele und Klimt im Leopold Museum anzusehen.

"Madonna war begeistert, sie und ihre Crew hatten eine gute Zeit im Leopold Museum", weiß Direktor Tobias G. Natter zu berichten. "Madonna war extrem interessiert und es war Ihr wichtig Ihrem Team einen außergewöhnlichen Beitrag zum Kulturschaffen des 20. Jahrhunderts näher zu bringen, die große in aller Welt bekannte Kunst von Wien um 1900, mit Klimt und Schiele", so Natter.

Eintrag ins Gästebuch

"Madonna beobachtet sehr genau", betont Natter. "Sie war begeistert von der Formschönheit der Signaturen Egon Schieles. In ihrem Gästebucheintrag hat Sie diese stempelartigen Signaturen gekonnt nachempfunden."

Besonders interessiert zeigte sich die Sängerin am Menschenbild von Schiele und Klimt, als Hauptfiguren der europäischen Moderne. "Nacktheit, Sexualität, künstlerische Grenzüberschreitungen und Skandale spielen im Werk von Klimt und Schiele ebenso eine Rolle, wie im Schaffen Madonnas", resümiert der Leopold Museum-Direktor. Besonders hatten es Madonna die figürlichen Bilder angetan, wie Klimts "Tod und Leben" oder Schieles "Gelber Akt".

Insgesamt nahm sich Madonna, die in Begleitung Ihrer Tochter Lourdes und der Tänzer gekommen war, fast zwei Stunden Zeit für den Besuch. Zum Schluss nahm sich Madonna mit ihrem Team auch noch Zeit für den Film über Klimts Landschaften, der in der Ausstellung zu sehen ist.