Mit Filmstudio überworfen

Madonna: Darum ist der Film über ihr Leben gescheitert

Seit 2020 warten Fans auf ein Biopic über die Pop-Ikone, doch der wird nun nicht gedreht. "Ich brauchte ein großes Budget", nennt sie den Grund.
Heute Entertainment
23.06.2026, 12:13
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Vor sechs Jahren hat Universal bereits angekündigt, einen Film über Madonnas Leben drehen zu wollen. Die Sängerin wollte den Film nicht nur selbst inszenieren, sondern auch gemeinsam mit der beliebten Autorin Diablo Cody ("Juno") das Drehbuch verfassen. Für die Hauptrolle war sogar bereits Julia Garner ("Ozark") vorgesehen.

"Ich sollte einen Film über mein Leben machen. Ich habe zwei Jahre an meinem Drehbuch gearbeitet und zwei Jahre bei den Universal Studios mit den Produktionsleitern verbracht, um das Budget zu planen und die Besetzung zusammenzustellen", schildert Madonna nun dem "Hollywood Reporter".

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"Habe ein außergewöhnliches Leben geführt"

Weiters verriet die 67-Jährige: "Zwischen mir und Universal kam es zu Unstimmigkeiten wegen des Budgets, das ich brauchte – ich habe ein außergewöhnliches Leben geführt. Ich habe viel erlebt, deshalb brauchte ich ein großes Budget."

Das Studio habe für die nötige Summe, die sie nicht näher nennt, jedoch wenig Verständnis gezeigt. Madonna wollte daraufhin die Kosten senken und plante, den Film günstiger in Serbien zu drehen. Doch auch das hat Universal offenbar nicht überzeugt. "Vielleicht haben sie mir einfach nicht geglaubt".

Netflix will Madonna-Serie

Universal habe ihr nicht zugetraut, die Dreharbeiten in Serbien durchzuhalten. "Eine ihrer ersten Reaktionen war: 'Wir glauben nicht, dass du länger als vier Tage in Serbien bleiben würdest.' Und ich sagte: 'Habt ihr das Drehbuch gelesen?' Mein ganzes Leben war ein Kampf ums Überleben. Ich fahre nicht dorthin, um Urlaub zu machen."

Nach dem Aus für den Kinofilm sei sie zunächst in der Luft gehangen, bis sich Netflix mit der Idee einer Serie gemeldet hat. Doch auch das war nicht einfach: Ihr eigenes Universal-Drehbuch habe sie nicht verwenden können, ohne es dem Studio zu einem "Wucherpreis" abzukaufen - "obwohl ich es geschrieben habe". Zudem fand sie bisher weder den passenden Autor, noch Showrunner dafür.

Fokus aufs neue Album

"Gut, dass ich noch einen anderen Job habe", lachte die Pop-Ikone, "ich muss arbeiten, ich muss kreativ sein. Ich muss das tun, wofür ich auf diese Welt gekommen bin." So ist sie schließlich bei der Arbeit an ihrem neuen Album "Confessions II" gelandet, das am 3. Juli erscheint. Als Vorgeschmack darauf hat sie vor wenigen Tagen einen ganzen Film mit Song-Ausschnitten und Superstars wie Kate Moss und Benedict Cumberbatch veröffentlicht.

Nach Jahrzehnten als Provokateurin sucht Madonna dennoch auch neue Wege: "Jetzt will ich nicht mehr nackt sein, weil alle nackt sind". Gegen den Strom zu schwimmen gehört für sie dazu, deshalb will sie nun "das tun, was andere nicht tun: nachdenken und Kleidung tragen".

Dass ihre Kunst oft missverstanden wird, beschäftigt sie immer noch. "Ich mache viele provokante Dinge, aber es gibt immer einen Grund dafür, und niemand macht sich die Mühe, das zu hinterfragen". Vielen Menschen entgehen "die Feinheiten und die Bedeutungsebenen" – besonders, wenn die Kunst von einer Frau kommt.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 23.06.2026, 12:16, 23.06.2026, 12:13
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