Katalonien: Madrid übernimmt Amtsgeschäfte

48 Stunden nach der Entmachtung der Separatisten wird die spanische Zentralregierung heute die Amstgeschäfte in Katalonien übernehmen.

Glaubt man den Berichten von „El Periodico", werden mehrere Staatssekretäre von Madrider Ministerien den katalanischen Regierungssitz Palau de la Generalitat aufsuchen.

Carles Puigdemont Regionalregierung war am Samstag von Ministerpräsidenten Mariano Rajoy abgesetzt worden, ob er verhaftet wurde, ist noch unklar.

Greift durch: Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat die Amtsgeschäfte des abgesetzten katalanischen Regierungschefs Carles Puigdemont übernommen.



Hundertausende Menschen demonstrierten für die Einheit

In Barcelona sind in der Nacht auf Montag 300.000 Menschen auf die Straßen gegangen, um für die Einheit zu demonstrieren. Der Marsch steht unter dem Motto "Katalonien – das sind wir alle". Gemeinsam wurden katalanische und spanische Fahnen geschwungen, die Massen riefen: " Viva Espana". Viele forderten die Verhaftung von Carles Puigdemont. Die Organisatoren gaben die Zahl der Teilnehmer am Sonntag mit mehrals eine Million an. Es war eine der größten Kundgebungen für die Einheit des Landes seit Beginn des Streits.

Neuwahlen am 21. Dezember

Für den 21. Dezember setzte die Zentralregierung in Madrid Neuwahlen in Katalonien an. Der frühere Präsident des EU-Parlaments, Josep Borrell, rief die Menschen auf, sich in grosser Zahl an der geplanten Neuwahl am 21. Dezember zu beteiligen. «Dies ist die goldene Gelegenheit. Diesmal sollte niemand Zuhause bleiben». An dem umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum hatten sich nur 43 Prozent der Wahlberechtigten beteiligt.

(isa)

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