Nach wie vor tobt auf dem Schlachtfeld in der Ukraine ein erbitterter Kampf um die Hoheit über die Ukraine. In seiner jüngsten Ansprache an die Nation schilderte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski die brutalen Angriffe auf die zur Zeit wild umkämpften Ortschaften Soledar und Bachmut in der Region Donezk.
Unterdessen hat der russische Präsident Wladimir Putin auch mit Kritik im Inland zu leben. "NTV"-Russland-Korrespondent Rainer Munz erklärte jüngst in einem TV-Beitrag, dass mittlerweile hitzige Debatten um die "richtige" Bestrafung für – vom Kreml so angesehene – Verräter geführt werden. Federführend hierbei sei Dimitri Medwedew. Der frühere Präsident Russlands und nunmehrige stellvertretende Chef des russischen Sicherheitsrates fordere gar die Einführung eigener Kriegs-Regeln.
So steht sogar die Möglichkeit der Aberkennung der russischen Staatsbürgerschaft, für Personen, die Russland verlassen haben, im Raum. Es gibt aber sogar noch extremere und radikalere Positionen. Mittlerweile gebe es aber auch offizielle Stimmen, die an die Stalin-Zeit erinnern. Offizielle forderten nämlich eine Rückkehr zu Stalins Terror-Organisation "Tod den Spionen".
Letztlich gehe es darum, dass sich die Mächtigen in Russland auf eine drohende Niederlage vorbereiten würden, mutmaßt der Korrespondent. Es gehe um die Option trotz eines verlorenen Krieges an der Macht zu bleiben. Munz spekuliert gar darüber, dass sich das Land nach außen komplett abschotten und zur einer "Art Nordkorea" werden könne.
Auch im Energiesektor ortet der Journalist eine "ganz komplizierte Situation" für Russland. Die Ausfälle, die das Putin-Regime bei Öl- und Gaslieferungen hinnehmen müsse, könnten auch die Abnehmer China und Indien nicht kompensieren – schlicht und ergreifend schon deswegen