Mädel vernachlässigt? Lehrerin gab ihr stets Butterbrot

Die Mutter vor Gericht
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Eine Mostviertlerin soll ihr Pflegekind arg vernachlässigt haben. Der Prozess gegen sie wurde gestern in Sankt Pölten fortgesetzt.

Fortsetzung im Prozess gegen eine Mostviertlerin gestern in St. Pölten: Sie soll ihr Pflegekind vernachlässigt haben, im Alter von vier Jahren wog die Kleine nur noch acht Kilogramm. Die ärgsten Vorwürfe: Das Kind soll aus Lacken getrunken, Zierlebkuchenhäuser gegessen haben - mehr dazu lesen Sie hier.

Gestern waren fünf Zeugen am Wort: Zwei Ärzte berichteten, dass sie niemals Anzeichen auf Misshandlungen gesehen hätten. Aber: Ein Arzt schickte die Mutter samt Kind ins Spital. Da nichts passierte, informierte er schließlich das Jugendamt.

Kind war verwahrlost?

Eine Sonderschulpädagogin erzählte von blauen Flecken, Gestank der Kleidung und Verwahrlosung: "Und sie hatte immer zu wenig Jause mit und lauter seltsame Sachen, wie Müsli und Brei. Wir gaben ihr Nudeln und Erdäpfel."

Eine Volksschullehrerin sagte im Zeugenstand: „Ich nahm der armen Kleinen täglich ein fettes Butterbrot mit. Nach einem langen Wochenende war die Kleine im Turnsaal zu schwach um aufzustehen."

Fakt ist: Die Behörden dürften weggesehen haben, denn es gingen zahlreiche Meldungen ein, passiert ist indes nie etwas. Der Prozess wurde auf Jänner vertagt. Ob von den Vorwürfen viel übrig bleibt, kann bezweifelt werden, von einer Verurteilung bis Freispruch ist alles möglich. Es gilt die Unschuldsvermutung

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