Mählich kritisiert Stöger: "Man gibt Spielern Alibi"

Peter Stöger
Peter StögerGepa
Die Austria verpasste die Meisterrunde. Trainer Peter Stöger zögert mit einer Vertragsverlängerung. Roman Mählich kritisiert den Veilchen-Sportboss.

Der Start in die sogenannte Qualifikationsrunde ist geglückt. Die Austria schlug am Samstag zum Auftakt Altach mit 2:0 und übernahm die "Tabellenführung", Platz sieben. Das alles ist für die Fans der Veilchen ein schwacher Trost. Zum zweiten Mal in Folge verpasste der Klub die Meisterrunde.

Christian Ilzer, im Sommer zu Sturm Graz abgewandert, wurde im Vorjahr im Grunddurchgang Siebenter. Sportvorstand Peter Stöger sprang ein und sollte den Klub als Trainer zurück in die Spur bringen. Zwischenfazit: Platz acht im Grunddurchgang.

Ob es in absehbarer Zeit bergauf geht, ist aktuell fraglich. Der unmittelbare finanzielle Super-GAU scheint mit dem Einstieg des "strategischen Partners", der Insignia Group, abgewendet. Sowohl bei AG-Vorstand Markus Kraetschmer als auch bei Stöger laufen mit Saisonende die Verträge aus. Stöger wartet zu, will sich im neuen Konstrukt wiederfinden, ehe er verlängert. Das scheint bisher noch nicht der Fall zu sein. Auch bei einigen Spielern laufen Verträge aus. Sie zögern ob der unklaren Zukunft von Stöger.

Mählich kritisiert Stöger

ORF-Experte Roman Mählich nahm am Montag im Rahmen der Übertragung der 2. Liga zur Situation der Veilchen Stellung. Er kritisierte dabei die sportliche Ausbeute des Klubs und damit auch Trainer Stöger. Während sich beim Verein alles nur um die Frage nach der Entscheidung von des Meistertrainers von 2013 zu drehen scheint, beleuchtet Mählich die sportliche Lage: "Es ist nicht alles nur die finanzielle Situation, die nicht so läuft."

Über Stöger urteilt er: "Der hat das geschickt gemacht. Weil, der Erfolg ist jetzt nicht so da, wie man es sich erwünscht hat. Der Peter ist schlau und hat natürlich immer alles auf die finanzielle Situation ein bisschen geschoben. Es ist ja auch eine schwierige Situation."

Aber, so Mählich: "Trotzdem bin ich der Meinung, dass die Austria Wattens biegen könnte. Es ist ja auch die Austria." Die WSG Tirol wäre vergangene Saison aus sportlichen Gründen abgestiegen. Durch den Zwangsabstieg von Mattersburg in Folge des Skandals um die Commerzialbank (gemeinsamer Boss: Martin Pucher) blieben die Wattener in der Liga, qualifizierten sich als Sechster für die Meisterrunde. Die finanzielle Lage der Tiroler ist ebenfalls angespannt, seitdem Geldgeber Swarovski angekündigt hat, den Geldhahn zuzudrehen.

Mählich: "Es wird anscheinend nicht anders gehen, dass man die Mannschaft so verstärkt, um den Peter Stöger zum Verbleib überreden zu können. So schaut es aus. Ich glaube schon, dass die Mannschaft jetzt nicht so stark ist, um da Dritter oder Vierter zu werden. Aber Wattens, das sollte funktionieren. Das hat nicht ganz geklappt."

Welchen Fehler er Stöger vorwirft? "Man gibt den Spielern halt ein Alibi, wenn man zu viel über die finanzielle Situation redet. Das finde ich nicht ganz geschickt. Ich glaube, dass schon noch etwas mehr möglich wäre – Peter Stöger ist auch der richtige Mann – wenn man möglicherweise die Ziele fokussiert, die Kräfte bündelt."

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