Magna setzt Elektro-Lkw erstmals als Shuttle ein

Die neuen E-Lkws rollen sieben Tage in der Woche rund um die Uhr zwischen den neuen Magna-Werkshallen in Graz. Die Energieersparnis liegt bei 65 Prozent.

Die neuen Aufträge von BMW und Jaguar/Land Rover für die Fahrzeugfertigung von Magna Steyr in Graz sorgen nicht nur für mehr als 3.000 neue Jobs. Auch das Grazer Werk wurde massiv ausgebaut. Erstmals werden nun regulär E-Lkws eingesetzt.

Im 20-Minuten-Takt - und das im 3-Schichtbetrieb rund um die Uhr - werden jetzt die fast fertigen Autos von der neuen Karosseriebauhalle außerhalb des Firmengeländes zur etwa einen Kilometer entfernten Lackieranlage im Werk transportiert. Die Premiere: Ab sofort rollen zwei emissionsfreie und lautlose Elektro-Lkw als Shuttle zwischen den Werkshallen.

Automatisiertes Laden der Batterien

Die 18-Tonnen-Sattelzugmaschinen wurden in Kooperation mit dem Transportdienstleister Temmel, der Fördertechnikfirma BT-Anlagenbau und Lkw-Bauer Framo entwickelt. Das Laden der Batterie erfolgt voll automatisiert während des Be- und Entladevorgangs der Karossen am Dock der jeweiligen Halle. Magna rechnet mit einer Energieeinsparung von 65 Prozent.

Emissionsfrei und lautlos

Der Shuttlebetrieb läuft emissionsfrei und beinahe lautlos ab. Das Unternehmen profitiert wirtschaftlich von den elektronischen Lastkraftwagen. „Während der Lkw beladen wird - und das passiert binnen drei Minuten -, wird automatisch die Batterie geladen. Sowohl beim Beladen als auch beim Entladen und im Gesamtkontext ist das natürlich auch ein Faktor zur Effizienzsteigerung," erklärt Michael Druml, der Logistikdirektor von Magna Steyr. Mit den ersten Elektro-Lkws im Praxisbetrieb - der Testbetrieb läuft seit etwa zwei Monaten - ist Magna Steyr derzeit österreichweiter Vorreiter.

(GP)

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