Mahnwache für Jenni: "Sie fehlt uns so..."

Am Dienstag fand in Wien eine Mahnwache für die seit einem Jahr vermisste Jennifer S. statt. Die Familie wünscht sich vor allem eines: Gewissheit.

Dienstag, 1.16 Uhr, in Wien. Im Freien ist es bitterkalt, als sich in der Brigittakirche Familie und Freunde an den Erinnerungen an die lebenslustige Jenni S. wärmen. Seit 365 Tagen wird die junge Frau nun schon vermisst.

Die Mahnwache begann Dienstag zu jenem Zeitpunkt, an dem die 21-Jährige vor einem Jahr ein letztes Foto auf Facebook geteilt hatte – und dann verschwand. Spurlos. Das Bild zeigte sie mit ihrem Ex-Freund. Dieser wurde immer wieder von der Kripo verhört. Hausdurchsuchungen fanden bei ihm statt. Bisher ohne Ergebnis.

Jennis Familie glaubt nicht mehr, dass sie noch am Leben ist. Daher war ihrer Mutter Brigitta die Messe ein Anliegen: "Wir brauchen Gewissheit, damit wieder Frieden einkehrt bei uns." Jennis Freundin Raffaela hat ein Bild von der Blondine gemalt und ihrer Mutter geschenkt. Brigitta S.: "Das trifft sie so gut."

Jennifer S. war am 22. Jänner 2018 verschwunden, ihre Sachen wurden in ihrer Wohnung in der Ospelgasse gefunden. In der Folge konzentrierte sich die Polizei vor allem auf den Ex-Freund. Der Ottensteiner Stausee wurde von Tauchern abgesucht, auch einige Waldstücke wurden mit Dutzenden Beamten mit Leichenspürhunden durchforstet. Doch von Jennifer S. fehlt nach wie vor jede Spur

Eine Messe wurde gelesen, Kondolenzpapiere lagen auf. Um 14.00 Uhr sang Maria, eine Verwandte, Lieder. Familienmitglieder und Freunde stimmten ein: "Sie fehlt uns so …"

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