Erst vor wenigen Tagen sorgte ein Video von einem Polizeieinsatz in der Silvesternacht am Schwedenplatz für Aufregung. Am Montag tauchte auf Facebook ein neues Video auf, das eine brutale Festnahme auf der Mariahilfer Straße zeigt. Mehrere Beamten fixieren darin einen Mann, der zuvor eine 22-Jährige verfolgt haben soll. Laut Polizei war der Verdächtige bei einer Kontrolle ausgerastet.
Ein , die sich am Montag auf der Mariahilfer Straße, Ecke Neubaugasse abgespielt hat, fand den Weg in diverse soziale Netzwerke und wurde dort in wenigen Stunden hundertfach geteilt und angeklickt. Die Aufregung über das brutale Vorgehen der Bereitschaftseinheit ist groß und wird heftig diskutiert.
Darin zu sehen sind anfangs vier Beamte, die einen am Boden liegenden Mann fixieren. Rund um sie stehen Passanten, von denen einige der Meinung sind, die Polizisten würden zu viel Gewalt anwenden. Obwohl ihn vier Polizisten fixieren, versucht er sich aus seiner Lage zu befreien. Es kommen mehr Beamte dazu. Auch zu Siebent haben sie Probleme, dann Mann zu bändigen. Der röchelt nach Luft und am Ende des Videos hört man ihn "Hilfe, Polizei" rufen.
Verdächtiger verfolgte 22-Jährige
Laut Polizei hat der Verdächtige eine 22-Jährige verfolgt, als sie gegen 13.15 Uhr von ihrem Studentenheim in der Mollardgasse über die Gumpendorfer Straße in Richtung Mariahilfer Straße ging. Er starrte sie auffällig an und sprach sie auch an. Als sie sein Verhalten ignorierte, ließ er sich einige Meter zurückfallen. Vor einem Geschäft in der Mariahilfer Straße sprach er sie jedoch erneut an. Diesmal machte ihm die Frau klar, dass er sie in Ruhe lassen sollte.
Die 22-Jährige suchte in einem Geschäft Schutz, doch ihr Verfolger ging ihr nach. Erst, als von der Frau zur Hilfe gerufene Freunde erschienen, verschwand der Mann. Polizisten hielten ihn jedoch in der Nähe an und fragten ihn nach einem Ausweis. Laut Polizei begann der Mann sofort zu schreien und schlug um sich.
Laut Polizei werde man den Fall rechtlich durch die Staatsanwaltschaft und einsatztaktisch durch Polizeitrainer prüfen lassen. "Die Fixierung eines Tobenden durch mehrere Polizisten mit verhältnismäßiger Kraftanwendung ist für den Betroffenen jedenfalls schonender als die erhöhte Kraftanwendung von wenigeren Einsatzkräften", hieß es in einer Aussendung.