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Malala-Attentäter bekamen in Geheimverfahren Freispr...

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:56

Von zehn Attentätern, die einen Mordanschlag auf die Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai verübt hatten, wurden acht laut "Daily Mirror" in einem geheimen Verfahren freigesprochen worden. Nur zwei der Talibankämpfer mussten ihre Haft antreten. Dabei sollen alle zehn Männer den Mordversuch gestanden haben.

Von zehn Attentätern, die einen Mordanschlag auf die Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai verübt hatten, wurden acht laut "Daily Mirror" in einem geheimen Verfahren freigesprochen worden. Nur zwei der Talibankämpfer mussten ihre Haft antreten. Dabei sollen alle zehn Männer den Mordversuch gestanden haben.

Malala führte seit ihrem elften Lebensjahr, also seit 2009, ein Blog-Tagebuch, in dem sie die Gewalttaten der pakistanischen Taliban anprangerte. 2011, mit ihrer Nominierung für einen Friedespreis, wurde ihr Pseudonym aufgedeckt. Wenige Monate später hielten Taliban ihren Schulbus auf, fragten nach dem Mädchen und schossen ihr aus nächster Nähre mehrmals in den Kopf. In einem Bekennerschreiben hieß es, dass der Anlass des Anschlags Malalas Bemühen für Frauenrechten und Bildung für Mädchen sei.

Malala überlebte die schweren Verletzungen, die pakistanische Regierung setzte eine Belohnung für die Ergreifung der Täter aus. 2014 wurden schließlich der Schütze und neun mutmaßliche Komplizen festgenommen. Nach zahlreichen Operationen und ihrem weiteren Bemühen für Frauenrechte erhielt Malala 2014 als bisher jüngste Kandidatin den Friedensnobelpreis.

Von den pakistanischen Behörden hieß es bisher, dass alle zehn Beteiligten lebenslange Haftstrafen ausgefasst hätten. Doch die Wahrheit sieht offenbar anders aus. Aus den pakistanischen Sicherheitskreisen wurde verlautbart, dass es ein Geheimverfahren ohne Zeugen, nur mit Armeemitgliedern, Beschuldigten, Richter und Staatsanwalt gab. Acht der zehn Beschuldigten wurden dabei wegen Mangel an Beweisen auf freien Fuß gesetzt. Nur zwei seien tatsächlich Haft. Die ursprüngliche Meldung, alle seien verurteilt worden, habe es gegeben, damit der Druck von dem Fall genommen werde.

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