"Maleficent" metzelt bis zum bitteren Happy End

Vorbei sind die Zeiten als Disney brutale Märchen entschärft hat. Heute metzelt Disney grauslicher als die Gebrüder Grimm zu ihren besten Zeiten.
„Maleficent – Mächte der Finsternis" setzt ab 17.10. im Kino das Messer an, wo Märchen sonst ihr Happy End haben.



Die liebliche Königin Aurora (Elle Fanning) will ihren weichgespülten Prinzen (Harris Dickinson) heiraten, die Verliebten überzuckern aber nicht, dass die Schwiegermütter bereits die Zähne fletschen und Schwerter schmieden. Beim Verlobungsmahl führt Königin Ingrith (anfangs genial: Michelle Pfeiffer) eine feine Klinge, plant für Maleficent (Angelina Jolie) aber bereits die Schlachtplatte.

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Urlaub in der Hippie-Kommune



Die dunkle Fee entkommt nur um Hornesbreite und ist bereits am Untergehen als sie von ihresgleichen (Cameo: Chiwetel Ejiofor) gerettet wird. Sie wacht im letzten, geheimen Rückzugsort der vom Aussterben bedrohten dunklen Feen auf, der an eine Hippiekommune auf Pandora erinnert. Während ihres Genesungsurlaubs steuert alles auf eine letzte mächtige Metzelei inklusive Genozid zu.

Doch Disney versemmelt das Showdown gehörig. Wenn die Massenvernichtung anfängt und Feen nach und nach umgebracht oder pulverisiert werden, geht es mit dem Film bergab.

Trailer



Massenvernichtung und Mega-Endschlacht nur ohne Blut



Die letzte Schlacht ist nichts für Kinder, obwohl "Maleficent – Mächte der Finsternis" ab 12 Jahren freigegeben ist. Während einerseits süße Elfen von einer Psychopatin per Giftgas gemordet werden, setzt Queen Ingrith einen generalstabsmäßig geplanten Genozid in die Tat um.

Die Endschlacht a la Game of Thrones wurde einerseits im Computer zu Tode animiert, andererseits will Disney kein Blut sehen, um sich die Altersfreigabe nicht zu ruinieren.

Bist ein Mann, bist ein Weichei



Maleficent hat außerdem ein echtes Gender-Problem. An starken Frauenrollen mangelt es nicht, aber weit und breit ist kein intelligenter Mann mit Rückgrat zu finden. Die mächtigen Herrscherinnen sind von hirnschwachen Weicheiern umgeben. Egal ob Prinz oder König, ohne diese Wappler wären die Mädels besser dran. Das ist keine Gleichberechtigung, das ist schade. Ständig fragt man sich, was Aurora an ihrem Waschlappen findet.

Starker Start, tiefer Absturz



Fazit: "Maleficent –Mächte der Finsternis" kommt nach einem starken Start (solange Jolie und eine geniale Michelle Pfeiffer verbal aufeinander losgehen) kräftig ins Trudeln und stürzt dann böse ab.

Es bleiben Chancen auf den Kostümoscar, den allein Michelle Pfeiffers Roben (siehe Fotoshow oben) mehr als verdient hätte.

Maleficent: Mistress of Evil / Maleficent - Mächte der Finsternis läuft ab 17. Oktober 2019 in den österreichischen Kinos

Nav-AccountCreated with Sketch. Marianne Lampl TimeCreated with Sketch.| Akt:
ReviewSzeneKinoAngelina Jolie

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