Mama mit vier Buben darf nicht heim nach Österreich

Eine Mutter aus Bruck kämpft wie eine Löwin um ihre vier Söhne (2, 3, 6, 8 Jahre), um gemeinsam wieder von Italien nach NÖ zurückkehren zu dürfen.

"Durch einen Rückführungsantrag aus Italien sollen nun zwei von vier Brüdern getrennt werden", schreibt Daniela W. (37) in ihrem Appell. Es ist ein Hilfeschrei nach einem Gerichtsentscheid vom 19. Oktober.

Schlecht beraten von einem italienischen Anwalt, hatte Daniela W. nach Streitereien mit dem Vater von zwei der Buben (6,8) Italien verlassen und zog mit den vier Kindern zurück nach Niederösterreich, wo die Buben aufwuchsen. Laut Urteil des Gerichts Korneuburg vom 19. Oktober wurde aber eine Rückführung der älteren Kinder angeordnet.

Der richterliche Beschluss beinhaltet drei Punkte: "1. Die Rückführung der beiden oben genannten Minderjährigen nach Italien wird angeordnet. 2. Der Antragsgegnerin wird zur Rückführung der beiden oben genannten Minderjährigen nach Italien eine Frist von 14 Tagen gesetzt, andernfalls die Rückführung zwangsweise durchgeführt werden wird. 3. Im Falle, dass die Antragsgegnerin die Minderjährigen nicht innerhalb der gesetzten Frist nach Italien zurückbringt, werden die beiden Minderjährigen aus der Betreuung der Antragsgegnerin oder jeder anderen Person, bei der sich die Minderjährigen aufhalten, herausgenommen und letztlich dem Antragsteller übergeben. Damit wird der Gerichtsvollzieher beauftragt."

"Die Kinder wollen zurück nach NÖ"

Die 37-Jährige hielt sich daran, reiste (freiwillig) mit allen Söhnen nach Italien: „Die Kinder wollen aber nach NÖ, haben alle die österreichische Staatsbürgerschaft, Schule, Freunde dort."

In der Begründung des Gerichts heißt es, dass "der Mittelpunkt der Lebensinteressen der Minderjährigen, genauso wie jener der Antragsgegnerin, zumindest in den letzten Jahren (...) in Italien war. (...) Von einem hauptsächlichen Bezug zu Österreich kann keine Rede sein." Aber auch: "Die beiden Minderjährigen wollen – angeblich – nicht nach Italien zurück. Sie haben der Kinderbeiständin erzählt, dass sie am liebsten in Österreich bleiben wollen. Es kann aber nicht festgestellt werden, ob sie ,panische Angst' davor haben, nach Italien zurückkehren zu müssen. Ihr authentischer Wille ist nicht feststellbar. Sie haben ihren Vater jedenfalls gerne."

Die Mutter versucht, mittels Antrag legal mit allen Kindern ausreisen zu dürfen – gleichzeitig kämpft sie in Österreich mit einer Anwältin gegen das Urteil an, auch gegen das formell strenge HKÜ-Verfahren (zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung), und ist auf Spenden angewiesen: "Punkt eins und zwei habe ich erfüllt und somit ist Punkt drei hinfällig", sagt die Mutter zu "Heute".

Die 37-Jährige ist verzweifelt: "Von einer Unterkunft zur nächsten hoffen wir auf grünes Licht vom österreichischen Anwalt, wieder zurück nach Hause zu dürfen, in die gewohnte Umgebung mit Schule und Sportvereinen." Der Rekurs dauere jedoch, es sei ein Hoffen und Bangen: "Eine solche abenteuerliche Reise alleine mit vier Kindern ist eine große psychische Belastung und ohne Hilfe nicht stemmbar."

Infos unter: https://www.gofundme.com/mother-of-four-boys-needs-help (Erich Wessely)

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