Die junge Familie aus Kärnten ist am Boden zerstört: Nach der Geburt ihres Babys 2014 zog das Paar aus dem Elternhaus in seine erste eigene Wohnung in eine Nachbargemeinde. Die Mutter vergaß dabei, ihren kleinen Sohn umzumelden. Dieser Fehler kostet sie nun existenzbedrohende 10.000 Euro.
Die verzweifelte Mama muss nun nach monatelangem Prozessieren das üppige Karenzgeld für sechs Monate zurückzahlen, weil sie und ihr Kind nicht an derselben Adresse gemeldet waren. So entschied der Verfassungsgerichtshof.
"Wir wollen diese Gesetzesbestimmung aushebeln. Wir haben sie schon mehrfach angefochten, aber sie weist noch immer massive Mängel auf", erklärt Anwältin Sabine Gauper-Müller gegenüber "Heute".
Weitere Mutter saß schon beim Amt, muss dennoch Strafe zahlen
"Leider ist das kein Einzelfall. Wir haben eine weitere Mandantin, die mit ihrem Baby am Schoß bereits am Amt saß, um den Wohnungswechsel der Familie anzumelden. Zu spät: Auch sie soll nun Karenzgeld nachzahlen. Dagegen kämpfen wir an!", ärgert sich die Anwältin über das "gleichheitswidrige Gesetz".
Die 10.000 Euro muss die Kärntner Jungfamilie dennoch zahlen. Das Urteil ist rechtskräftig. (sk)