Gehälter von Managern, deren Unternehmen dem Land ganz oder zum Teil gehören, dürfen nicht mehr verdienen als der Landes-Chef. Diese Grenze soll fallen.
239.000 Euro brutto jährlich. So viel verdient der Landeshauptmann in Oberösterreich. Bisher war die Regelung: Ein Manager eines Unternehmens, das (zum Teil) in Besitz des Landes ist, darf nicht mehr als diese Summe verdienen.
Das soll sich nun ändern, wie die OÖN berichten. ÖVP und FPÖ wollen diese Grenze noch vor dem Jahresende abschaffen. Dann dürfen Manager mehr als knapp 240.000 Euro brutto verdienen.
LH Thomas Stelzer (ÖVP) erklärt den Schritt so: Wenn man für wichtige Positionen die besten Leute haben wolle, dann müsse man zumindest im Österreich-Vergleich mithalten können.
Ähnlich FPÖ-Klubchef Herwig Mahr: 239.000 Euro jährlich würden nicht ausreichen, um internationale Experten zu bekommen.
Die SPÖ kritisiert das Vorhaben scharf. Klubchef Christian Makor sieht Verantwortungslosigkeit gegenüber dem Steuerzahler.
Hintergrund für die Maßnahme dürfte die künftige Gesundheitsholding sein. Dafür sucht das Land einen Topmanager. Und der kostet Geld. Makor kritisiert deshalb "Luxusmanagergehälter im öffentlichen Dienst, nur um einen speziellen Mann zu holen".
(rep)