Manager nahm Flüchtling bei sich in der Villa auf

Seit einem Monat wohnt Amin (23) in Penzing. Nach seiner Flucht aus Afghanistan ist er jetzt endlich "angekommen" - in einer Wohngemeinschaft mit Firmenchef Jürgen und seinem Sohn.

Seit einem Monat wohnt Amin (23) in Penzing. Nach seiner Flucht aus Afghanistan ist er jetzt endlich "angekommen" – in einer Wohngemeinschaft mit Firmenchef Jürgen und seinem Sohn.

"Flüchtlinge sind Menschen, die Angst haben. Ich habe schon lange überlegt, wie ich helfen kann", sagt Jürgen. Dann hat sich der 51-jährige Firmenchef einer Hydraulikfirma entschieden. "Unser Haus steht offen", sagt er. Kurzerhand meldete er sich bei der Plattform "Flüchtlinge Willkommen" an – sie vermittelt Flüchtlingen Plätze in WGs. Ein paar Wochen später zog Amin (23) in die Penzinger Villa zu Jürgen und seinem Sohn Laurin (20). Seit seiner Flucht aus Afghanistan hat Amin das erste Mal ein Zimmer ganz für sich allein.

"Weiß nicht, wo meine Verwandten sind"

Sein Tagesablauf: "Ich lerne Deutsch, gehe ins Fitness-Studio und spazieren", erzählt Amin. Ab Herbst hat Jürgen seinen Schützling in einer Waldorf-Schule angemeldet. "Das geht, weil es eine Privatschule ist", erklärt Jürgen. Amins Berufswunsch: Sozialarbeiter oder Automechaniker.

Traurig wird er, wenn er an seine Familie denkt: "Ich weiß nicht, wo meine Verwandten sind, vermisse sie." Abends ist Amin mit Laurin unterwegs. "Ich habe ihn als Freund gewonnen", sagt Laurin. Wer einen WG-Platz frei hat:

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