Mann (37) soll Familie jahrelang gequält haben

Bild: Harald Dostal
Ein sieben Jahre dauerndes Martyrium durchlebte eine Familie aus Linz. Laut Anklageschrift wurden eine Frau (37) und ihre drei Kinder immer wieder geschlagen, gequält und mit dem Umbringen bedroht. Am Mittwoch musste sich der mutmaßliche Täter, der Ex-Mann der Frau und Vater der Kinder, am Linzer Landesgericht verantworten.
Zahlreiche Nasenbeinbrüche, Hämatome und Rissquetschwunden – eine 37-jährige Linzerin ging in ihrer Ehe wahrlich durch die Hölle. Denn laut eigenen Aussagen wurde die Frau von ihrem mittlerweile geschiedenen Ehemann brutal geschlagen, gequält und eingesperrt.

Die Vorwürfe in der Anklageschrift schockierten die Beobachter im Schwurgerichtssaal am Linzer Landesgericht auch bei der Fortsetzung des Prozesses am Mittwoch: Konkret habe der Angeklagte seine Ex mehrmals die Woche brutal geschlagen. Dabei ist von Faustschlägen und Tritten ins Gesicht, ausgeschlagenen Zähnen,  Stichverletzungen sowie ausgerissenen Haaren die Rede.

Der Beschuldigte soll zudem mehrmals gesagt haben, dem Opfer die Ohren abzuschneiden und das Gesicht zu zerschneiden. Sollte sie die Polizei einschalten, würde er sie töten, berichtet die Staatsanwältin. Die Wohnung habe die 37-Jährige nur zum Einkaufen oder um zur Arbeit zu gehen verlassen dürfen.

Das Martyrium soll von 2009 bis 2016 gedauert haben. Auch die beiden älteren der drei gemeinsamen Kinder (5, 13, 15) habe der mutmaßliche Schläger nicht verschont. Sie seien regelmäßig mit dem Gürtel sowie dem Besenstiel verprügelt worden.

Es gilt die Unschuldsvermutung. Ein Urteil steht noch aus!

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