Mann (41) stach Kontrahent ein Auge aus

Der Angeklagte (r.) kam in Handschellen.
Der Angeklagte (r.) kam in Handschellen.Denise Auer
Ein angeblicher Streit zweier Rumänen endete mit zwei Messerstichen. Dem Opfer wurde dabei der Sehnerv durchtrennt. Der Täter spricht von Notwehr.

Diese Nacht im "Club Fantastik" stand unter keinem guten Stern: Mit ein paar Freunden ging Adinel C. am 26. Februar 2020 gegen zwei Uhr morgens noch in das rumänische Nachtlokal in Wien-Favoriten. "Wir bestellten eine Flasche Whiskey, drinnen kam es zum Streit mit einem anderen Gast", behauptete der in Handschellen vorgeführte Zwei-Meter-Hühne gestern vor dem Wiener Landesgericht: "Ich kannte diesen Gast. Er ist ein Zuhälter und wollte mich vor einiger Zeit verprügeln lassen, da ich bei ihm im Puff gewesen sein soll und noch einiges an Geld offen wäre."

Opfer glaubt an Verwechslung

"Draußen wurde mein Mandant erneut angegriffen. Er handelte in reiner Notwehr", sagte dessen Verteidiger Max Wälde-Sinigoj. Der Staatsanwalt sah das völlig anders: "Sie haben den Mann vor dem Lokal abgepasst und ihm ein Messer zwei Mal in den Kopf gerammt." Das Opfer, ebenfalls Rumäne, verlor sein linkes Auge, lag einen Monat im Spital. "Ich kenne den Mann nicht und glaube er hat mich verwechselt", sagte der etwa 50-Jährige im Zeugenstand. Die Richterin vertagte den Prozess wegen versuchten Mordes auf das kommende Jahr. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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