Ein 48-Jähriger aus dem Raum um St. Pölten musste jetzt in St. Pölten vor Gericht. Seine Lebensgefährtin hatte er laut Anklage zwei Jahre lang regelmäßig getreten und geschlagen. Als sie schwanger war, hatte er sie mit Fäusten in den Bauch geboxt und einmal mit einem Schal gewürgt.
"Wir haben gestritten, sie hat mich dabei umklammert und wollte diskutieren. Bei mir sind die Sicherungen durchgebrannt", erklärte der Mann im Prozess. Vor der Richterin bedauerte er. "Ich bin zutiefst erschüttert", so der Gewalttäter über seine eigenen Taten.
Die Malträtierte gab ihm schließlich den Laufpass. Erst ein halbes Jahr später zeigte sie ihn dann auch bei der Polizei an. "Ich bin draufgekommen, dass er sich nicht korrekt verhalten hat", so die 38-Jährige. Der Angeklagte kam mit einer Diversion davon: Auf eine Probezeit von zwei Jahren wurde das Verfahren eingestellt. Antigewalttraining und Psychotherapie muss er ebenfalls absolvieren.