Der gebürtige Afghane soll im Jänner in Wien-Favoriten mit einem Fleischmesser auf seine Frau losgegangen sein. Sie habe ihn beschimpft und beleidigt, da habe er zum Messer gegriffen, gab er an. Mehrmals stach er auf die Frau ein, rammte ihr die zwölf Zentimeter lange Klinge in den Bauch und in den Hals und drohte, sie zu enthaupten. Trotz ihrer schweren Verletzungen gelang es der Frau, ins Stiegenhaus zu flüchten. Der Verdächtige soll dort weiter auf sie eingestochen haben.
Ein Nachbar hörte die Schreie und eilte der 52-Jährigen zu Hilfe. Er packte sie an den Beinen und zog sie die Stufen im Stiegenhaus hinunter, verständigte die Einsatzkräfte. Der Verdächtige flüchtete auf die Straße, fuhr danach ziellos mit der Bim umher. Er stellte sich wenig später der Polizei.
Das Opfer wurde zwei Wochen lang auf der Intensivstation behandelt werden, überlebte nur mit viel Glück. Sie ist in psychologischer Betreuung, muss noch immer täglich Medikamente nehmen. Laut Gutachterin ist der Angeklagte zurechnungsfähig. Urteil am Mittwochabend: 18 Jahre Haft, nicht rechtskräftig.