Mann beschimpfte und filmte sterbende Jugendliche

Ein Amerikaner aus Ohio wurde am Freitag verurteilt, weil er Teenager nach einem Unfall gefilmt und beschimpft hatte, anstatt ihnen zu helfen. Später wollte er das Video an die Medien verkaufen. Er muss für einen Monat ins Gefängnis.

Paul Pelton, 41, arbeitete in seiner Garage, als er einen lauten Knall hörte. Vor seinem Haus in Lorain im Bundesstaat Ohio geschah am 13. Juli ein Autounfall, neugierig ging er auf das Auto zu. Er war nicht der erste am Unfallort, andere Schaulustige hatten bereits die Einsatzkräfte alarmiert.

Zwei 17-Jährige waren verunglückt, einer von ihnen starb später im Krankenhaus. Anstatt zu helfen, tat Pelton jedoch etwas so Geschmackloses, dass er dafür sogar vor Gericht landete. Er filmte die in Lebensgefahr schwebenden Burschen und beschimpfte sie.

Gefilmt, Beschimpft, Verkauft

Im Video ist zu hören, wie er die beiden als "Idioten" bezeichnet. Dann öffnete er sogar die Hintertür und lehnte sich hinein, damit er die beiden Verletzten gut filmen konnte. Das Video bot er danach zwei Nachrichtenportalen an, um Geld damit zu machen.

Opfer bestochen

Er wurde verhaftet und bezahlte die Kaution. Später versuchte er auch noch, den einen Überlebenden des Crashs zu bestechen: Er solle der Polizei sagen, dass er Pelton erlaubt hätte, zu filmen.

Prozess

Pelton wurde vor Gericht gestellt. Der Richter verurteilte ihn für das widerrechtliche Betreten des Fahrzeuges und ungebührlichen Benehmens im Ausmaß von einer 250-Dollar-Geldstrafe und einer Haftstrafe von 30 Tagen. Der Richter bereute, dass der Strafrahmen für so ein Verbrechen so gering ist.

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