Österreich

Mann erschießt Wolf, postet Foto mit Patrone im Maul

Ein Kärntner tötete einen Wolf, veröffentlichte daraufhin ein Foto des toten Tieres mit einer Patrone im Maul. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Christine Ziechert
Der Kärntner tötete einen Wolf, postete stolz ein Foto von dem toten Tier (Symbolbild).
Der Kärntner tötete einen Wolf, postete stolz ein Foto von dem toten Tier (Symbolbild).
Getty Images/iStockphoto

Bereits vor Wochen wurden Gerüchte laut, dass in der kleinen Gemeinde Stall im Mölltal (Kärnten) illegal Wölfe erlegt werden. Nun gibt es offenbar einen konkreten Verdacht gegen zwei Kärntner, die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat die Ermittlungen wegen Tierquälerei und fahrlässiger Beeinträchtigung der Umwelt eingeleitet, berichtet die "Kleine Zeitung".

Der Fall war aufgeflogen, nachdem Mitte August ein Unbekannter in Briefen an Behörden, Organisationen und Medien schwere Vorwürfe erhob. Der anonyme Anzeiger gab demnach an, dass bereits sieben (!) Wölfe erschossen und begraben worden seien – als Beweis führte er zudem eine Stelle an, an dem ein Tier liegen soll. Noch konkreter wurde ein Hinweis an die Agrarabteilung des Landes Kärnten wenige Wochen später: Ein Mann aus Stall hatte auf Facebook ein Bild gepostet, das einen von ihm erlegten Wolf mit Patrone im Maul zeigt.

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    HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com

    Ermittlungen wegen Tierquälerei

    "Dank dieses Facebook-Postings konnten wir die Person identifizieren und ermitteln gegen einen bekannten Täter. Darüber hinaus noch gegen einen unbekannten Täter. Die Tiere sind so selten, dass der Abschuss von wenigen Individuen reicht, um den Bestand zu gefährden", meint Markus Kitz, Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt zur "Kleinen Zeitung". 

    Der Strafrahmen für Tierquälerei und fahrlässiger Beeinträchtigung der Umwelt beträgt bis zu zwei Jahre Haft. Wieviele Wölfe genau getötet wurden, steht nicht fest. Experten gehen allerdings nicht von sieben toten Wölfen aus, da der Gesamtbestand in Kärnten auf etwa zwölf Tiere geschätzt wird.