Österreich

Mann erschoss Stiefbruder: Mordprozess im März

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:09

Die Staatsanwaltschaft Korneuburg hat gegen den Banker Mag. Andreas S. (45) Anklage wegen Mordes erhoben. Dem Angeklagten wird vorgeworfen am 18. September 2015 in Wien seinen zwei Jahre jüngeren Stiefbruder getötet zu haben ("Heute" berichtete).

Die Staatsanwaltschaft Korneuburg hat gegen den Banker Mag. Andreas S. (45) Anklage wegen Mordes erhoben. Dem Angeklagten wird vorgeworfen am 18. September 2015 in Wien seinen zwei Jahre jüngeren Stiefbruder getötet zu haben ("Heute" berichtete).
Das Verfahren wurde aus Befangenheitsgründen von Wien nach Korneuburg delegiert worden. Die Wiener Staatsanwältin war von Juni 2010 bis Jänner 2015 mit dem angeklagten Banker verheiratet.

Laut Anklageschrift soll der Banker seinem Stiefbruder ein intimes Verhältnis mit seiner Ex-Frau unterstellt haben. Beweise dafür gibt es keine.

Die Staatsanwaltschaft Korneuburg geht von einem Eifersuchtsmord aus. Andreas S. soll mit einer Pistole der Type Glock 22 aus einer Entfernung von ca. 50 bis 70 Zentimeter gezielt auf den Kopf seines Stiefbruders gefeuert haben, das Opfer erlitt eine tödliche Schussverletzung.

Der Schütze hatte laut einem Gutachten zu diesem Zeitpunkt 2,2 Promille Alkohol im Blut.

Der 45-jährige Angeklagte und seine Verteidiger Rudolf Mayer und Philipp Winkler sprechen von einem Unfall. Der Banker versichert, er habe seinem Stiefbruder nach einem Grillabend eine Pistole zeigen wollen, dabei habe sich versehentlich ein Schuss gelöst.

Die Hauptverhandlung wurde von der zuständigen Richterin Anna Wiesflecker für drei Tage – 20. bis 22. März 2017 – jeweils von 8.30 bis 18.00 Uhr im Saal 16 des Landesgerichtes Korneuburg angesetzt.

Am 20. März werden der Angeklagte und ca. 15 Zeugen (bekannte der Beteiligten und Polizeibeamte) vernommen, ein Urteil wird für 22. März erwartet - dem Angeklagten droht dabei eine lebenslange Haftstrafe. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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