Österreich

Mann erwacht aus Koma und gesteht, Freundin getötet zu 

Nach Wochen im Koma kann sich ein Kärntner (22) nun an seine Bluttat erinnern: Er gestand, seine Ex-Lebensgefährtin (24) im Mai erwürgt zu haben.
Sandra Kartik
06.09.2023, 20:10
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Ein junges Kärntner Paar träumte von einem eigenen Lokal in der Steiermark. Die 22-Jährige, Spross einer Gastronomie-Familie, wollte den Betrieb in Hohentauern (Stmk.) führen. Ihr Freund (24) sollte als Koch den gemeinsamen Traum vom Restaurant erfüllen. Doch es kam nie dazu. Die beiden trennten sich, dann nahm das Unglück seinen Lauf.

Die junge Frau wurde am 4. Mai von ihren Eltern tot in ihrer Wohnung gefunden. Ihr Ex-Freund wurde verdächtigt, sie umgebracht zu haben. Nach der Tat setzte er sich in den Wagen seiner ehemaligen Schwiegermutter und fuhr ungebremst in ein Brückengelände. Erst durch den Unfall entdeckte die Polizei die tote 22-Jährige.

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Keine Tötungsabsicht

Der mutmaßliche Täter, der wie das Opfer aus Villach-Land (Ktn.) stammt, erlitt schwere Kopfverletzungen. Er lag nach seinem Suizidversuch wochenlang im künstlichen Koma. Als er erwachte, wurde er in die Justizanstalt Leoben (Stmk.) gebracht. Dort gab er mehrfach an, "sich an nichts zu erinnern", informierte die Staatsanwaltschaft Leoben vor wenigen Wochen.

Suizidgedanken? Hol Dir Hilfe, es gibt sie.

In der Regel berichten wir nicht über (versuchte) Selbsttötungen – außer, Suizide erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

Wenn Du unter Selbstmord-Gedanken oder Depressionen leidest, dann kontaktiere die Telefonseelsorge unter der Nummer 142. Täglich 0-24 Uhr.

Doch nun zeigte sich der 24-Jährige "tatsachengeständig", berichtet die "Kleine Zeitung". Er gab zu, seine ehemalige Lebensgefährtin erwürgt zu haben. Eine Tötungsabsicht stritt er jedoch ab. Nach seinem Geständnis beteiligte sich der Kärntner auch an der Tatrekonstruktion. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Hilfe für Betroffene:

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

Gewaltschutzzentren: +43 1 585 32 88

Weisser Ring: 0800 112 112

Der Beschuldigte sitzt weiterhin in U-Haft. Laut Staatsanwaltschaft könnte ihm noch heuer der Prozess gemacht werden, da die Ermittlungen fast abgeschlossen sind.

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