Vor einem für kurze Zeit mysteriösen Unfall standen die Einsatzkräfte am Donnerstag in Trasdorf bei Tulln. Sie standen vor einem Unfallwrack und fanden Blutspuren, aber kein Opfer. Nach einer Suchaktion stellte sich heraus: Der Lenker war einfach schlafen gegangen.
Eine Stunde dauerte die Suchaktion der Feuerwehr nach dem 26-Jährigen. Die Vorgeschichte: Gegen 3.30 Uhr prallte ein 39-jähriger Lenker gegen ein auf der Straße stehendes Unfallwrack. Als er nachschauen wollte, ob sich in dem anderen Auto jemand befand, entdeckte er Blutspuren und alarmierte die Einsatzkräfte. Diese suchten das Gebite ab, brachen die Suche aber erfolglos ab.
Am nächsten Morgen meldete der 26-Jährige den Unfall seinen Eltern, die die Rettung verständigten, weil ihr Sohn über Schmerzen klagte. Der junge Mann war aber nicht zuhause auffindbar, sondern hatte sich in einem Gasthaus im fünf Kilometer entfernten Gemeinlebarn eingemietet. Dorthin dürfte er in der Nacht gegangen sein, nachdem er Anrainer bat, sein Fahrzeug aus dem Straßengraben zu ziehen.
Acht Stunden nach dem Unfall wurde der Mann ins Krankenhaus gebracht. Ein Alkotest ergab fast ein Promille - zum Unfallzeitpunkt dürfte der Mann noch stärker betrunken gewesen sein. Weil er die Unfallstelle nicht abgesichert hat und ein nachkommendes Fahrzeug in sein Unfallwrack prallte, muss der 26-Jährige nicht nur mit einer Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft, sondern auch bei der Staatsanwaltschaft rechnen.