Autohändler mit 4 Kindern kassierte Mindestsicherung

Bild: Joachim Lielacher, privat
Mit Autos gecheckt und Mindestsicherung kassiert hatte ein 40-jähriger Vierfachvater aus NÖ. Der Mann wurde anonym angezeigt, kam vor Gericht recht glimpflich davon.
Ein vierfacher Familienvater (40) aus Niederösterreich hatte mit Gebrauchtfahrzeugen gehandelt, aber nebenbei auch bedarfsorientierte Mindestsicherung kassiert.

Der 40-Jährige hatte rund 50 Mal günstig alte Autos gekauft (Anm.: Zeitraum rund fünf Jahre), richtete die Fahrzeuge her und verkaufte die Wagen mit Gewinn. Im Zeitraum von 2013 bis 2018 hatte der gebürtige Türke zwar immer wieder Gelegenheitsjobs, kassierte in diesem Zeitraum laut Anklage insgesamt über 30.000 Euro an Mindestsicherung (Anm.: noch die alte Mindestsicherung).

8 Monate bedingte Haft

Der 40-jährige Österreicher wurde schließlich verpfiffen und beim Magistrat angezeigt. In der Folge wurden umfangreiche Ermittlungen geführt, Verkäufer und Käufer der Fahrzeuge wurden befragt.

Vor Gericht in St. Pölten meinte der Mann: "Seitdem die Glanzstoff-Fabrik zugesperrt hat (Anm: 2008), finde ich keinen ordentlichen Job mehr. Mit den Autos habe ich nicht viel Gewinn gemacht. Manchmal blieben mir sogar nur 100 Euro Gewinn übrig, manchmal mehr." Die Staatsanwaltschaft konnte schließlich nur gut 5.000 € an Schaden nachweisen. Das Urteil: Acht Monate bedingte Haftstrafe (nicht rechtskräftig) wegen Betruges. (Lie)

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