Österreich

Mann könnte aus Rollstuhl: Aber Therapie nicht bewil...

Heute Redaktion
14.09.2021, 00:56

Vom Schicksal gebeutelt, jetzt noch Ärger mit der Krankenkasse: Erwin Kellner sitzt nach einem Unfall im Rollstuhl, hat aber Chancen, wieder gehen zu können. Nur: Er braucht eine Spezial-Behandlung.

Erwin Kellner (41) aus Krems ist aus hartem Holz geschnitzt, beklagt sich nie, doch jetzt fühlt er sich alleingelassen: "Bei der letzten Reha in Allentsteig habe ich große Fortschritte gemacht, mir wurde eine Hippotherapie (Anm.: therapeutisches Reiten zur Stärkung der Rumpfmuskulatur) empfohlen. Die Krankenkasse hat sie nicht bewilligt. Ich soll zuerst zu einem Fachmann. Ein Neuro-Reha-Zentrum ist nicht Expertise genug? Dabei tue ich alles für meine Genesung, arbeite so hart dafür."

Der 41-Jährige muss von nur 1.200 Invalidenpension im Monat sein Haus, Alimente für zwei Kinder (seine Frau verließ ihn nach der Schockdiagnose) und Medikamente zahlen – den Haushalt schupft er ganz alleine! Der Kremser war 2012 im Krankenstand am Weg zum Arzt verunfallt, ist seither im Rollstuhl. Und: Die Unfallversicherung zahlte nicht. Doch der 41-Jährige hat nur ein Ziel: "Heuer noch raus aus dem Sessel. Es ist möglich, aber nicht ohne Unterstützung."

Jetzt E-Paper lesen