Knapp 30 Jahre hielt ein Ingenieur aus dem Industrieviertel seinem Arbeitgeber die Treue. Als er zur Konkurrenz ging, verlangte die Firma 61.000 Euro Schadenersatz.
Nach über 25 Jahren im gleichen Unternehmen, entschied sich ein Ingenieur aus dem Industrieviertel, seine Langzeit-Firma zu verlassen, verzichtete auf seinen Abfertigungsanspruch (Anm.: ein Jahresgehalt) und kündigte. 19.000 Euro an Gehältern, Provisionen und Urlaubsersatzleistungen wären ihm noch zugestanden, doch anstatt das gesamte Geld auf sein Konto zu überweisen – nur 2.400 Euro wurden ausgezahlt, der Mann wandte sich anschließend an die Arbeiterkammer – forderte das Unternehmen Schadenersatz in der Höhe von 61.000 Euro.
Geheimnisverrat vorgeworfen
Der Grund: Weil er keine Klausel im Arbeitsvertrag stehen hatte, wechselte er zur direkten Konkurrenz. Sein nunmehriger Ex-Arbeitgeber warf ihm Verrat von Betriebsgeheimnissen vor, wollte sogar vor Gericht gehen. Beweise hatte man aber keine.
„Durch unsere Hilfe konnten Schadenersatzansprüche abgewendet werden und er erhielt sein Geld", freut sich AK-Chef Markus Wieser über den Erfolg.
16.800 Euro wurden nachgezahlt.
Die Arbeiterkammer Niederösterreich rät, sich Arbeitsverträge ganz genau anzusehen und sich bei Unklarheiten beraten zu lassen.
(nit)