Ein vom Dienst freigestellter Geistlicher (49) wurde im zweiten Rechtsgang erneut schuldig gesprochen: Er soll einen heute 25-Jährigen mit K.-o.-Tropfen gefügig gemacht und sexuell missbraucht haben.
Im Dezember 2013 war der Theologe aus dem südlichen NÖ zu vier Jahren Haft verurteilt worden, ging in Berufung. Der Oberste Gerichtshof hob Teile des Urteils auf und verwies den heiklen Fall zurück ans Erstgericht.
Am Dienstag musste sich der Priester zum zweiten Mal verantworten - das Urteil nach dem nicht öffentlichen Prozess: drei Jahre und vier Monate Haft sowie die Zahlung von 5.000 Euro "wegen Verletzung der sexuellen Integrität" an das Opfer (nicht rechtskräftig). Als Begründung für die achtmonatige Verkürzung der Strafe nannte der Richter das lange Verfahren und den ordentlichen Lebenswandel des in der Bevölkerung überaus beliebten Geistlichen.
Erschwerend sei jedoch die "besondere Heimtücke" (K.-o.-Tropfen) bei den Übergriffen gewesen. Nach der Urteilsverkündung sagte der Pfarrer, dass er sich nicht schuldig fühle. Die Intimitäten mit dem Burschen seien im Einvernehmen passiert.